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 Barfuß und Leben
Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 589
Punkte: 248

27.09.2011 05:17
Slowup Zitat · antworten

Seit einigen Jahren gibt es in der Schweiz den „Slowup“, bei dem auf gewissen Strecken Straßen für den motorisierten Verkehr gesperrt werden und für den „Langsamverkehr“ (Velo, Skateboard, Rollschuhe usw.) reserviert bleiben. Die letzte Zeit nahm ich an 3 dieser Anlässe teil, selbstverständlich barfuß und in kurzen Hosen.


Rund um den Sempacher See (21.8.2011):
http://www.slowup-sempachersee.ch/

An diesem Sonntag war heißes Wetter. Ausgangsort war für mich die historische Stadt Sursee, wo auch die Eröffnungsrede gehalten wurde. Nicht nur die meisten Teilnehmer, auch der Politiker, der die Anfangsrede hielt, trug kurze Hosen. Man sieht es auf einigen der ersten Bilder der ersten Fotogalerie. Auch dem Bild, auf dem der Mann das Band durchschneidet, bin ich auch zu sehen (und zwei Bilder weiter auch von hinten). Barfüßer beim auf dem Velo sah ich nicht, jedoch auf den Fotos sind welche zu erkennen. Allerdings ging ein kleines Mädchen mit ihren (beschuhten) Eltern barfuß in ein Café in Sursee. Auch entlang der Strecke waren einige barfüßige Kinder an der Straße. Im historischen Städtchen Sempach hielt sich eine ganze Familie barfuß am Straßenrand auf. Und dann wieder in Sursee kühlte sich eine junge Frau ihre Füße in einem Brunnen. Ob sie Schuhe dabei hatte, konnte ich nicht erkennen. Die gesamte Strecke war eher flach, trotzdem empfand ich das Fahren als recht anstrengend. Man muß höllisch aufpassen, daß man nicht mit irgendjemandem kollidiert.


Emmental-Oberaargau (11.9.2011):
http://www.slowup-emmental.ch/

Ich war schon am Vortag angeradelt und hatte am Emmeufer bei Ramsei im Schlafsack übernachtet. Ausgangsort war Sumiswald. Wieder war heißes Wetter, die meisten Teilnehmer trugen kurze Hosen. In Sumiswald fuhr ein kleines Mädchen barfuß eine abschüssige Straße hinunter. Auch hier etliche Kinder barfuß am Straßenrand. Auch fuhr eine junge Frau barfuß durchs Städtchen Huttwil, allerdings nicht auf der Slowup-Strecke. Die Strecke war teilweise recht bergig. Ich war ziemlich erschöpft, da ich anfangs versuchte, mit einem Dampfzug, der in Sumiswald-Grünen gestartet war, mitzuhalten, was mir aber nicht gelang. Nachdem ich wieder in Sumiswald angekommen war, radelte ich noch nach Bern. Das neue Tramdepot, das angeblich an dem Tag einen Tag der offenen Tür hatte, habe ich leider nicht gefunden, überall Straßenbaustellen im Stadtteil Wankdorf. Also radelte ich weiter nach Hause, wo ich abends vor einem Gewitter ankam.


Zürichsee (25.9.2011):
http://www.zuerichsee.ch/de/page.cfm/slowUp

Ich war schon am Vortag angeradelt und hatte am Ufer der Linth bei Schmerikon im Schlafsack übernachtet. Ausgangsort war diesmal das Kloster Wurmbach. Anfangs war es noch recht kühl, trotzdem waren bereits viele Teilnehmer in kurzen Hosen. Zunächst radelte ich nach Schmerikon, wo ich lange Zeit der einzige Teilnehmer war (die in Wurmbach gestarteten hatte ich hinter mir gelassen. Mir kam auch eine Gruppe aus fett beschuhten, belanghosten und bezylinderten Hochradfahrern entgegen, diese waren recht langsam, so daß ich, nachdem ich in Schmerikon gewendet hatte, noch vor Wurmbach wieder überholt hatte. Weiter ging es in die Altstadt von Rapperswil, dort entledigte sich eine Frau mit Kinderwagen ihrer Schuhe, nachdem sie mich gesehen hatte. Kurz vor Feldbach fuhr ein kleines Mädchen barfuß (aber mit Helm) auf einem Velo mit Stützrädern die Strecke entlang. Bis Meilen ging der Parcours, ich radelte weiter zum Freibad Tiefenbrunnen in Zürich. 4 Stunden später (um 16.30 Uhr) fuhr ich weiter, wobei ich zwischen Quaibrücke und Zentral nicht fahren konnte, weil auch hier die Straße gesperrt war und voll von Fußgängern. Nicht nur ein paar Kinder, sondern auch eine junge Frau war barfuß. Ebenso standen auf der Limmatbrücke beim Hauptbahnhof ein paar Hippies (?) barfuß herum. Über Weiningen, Baden und Lenzburg radelte ich nach Hause, wo ich um 20.30 Uhr ankam.

Im Grunde genommen haben mir die Anlässe gefallen. Etwas unschön bei den Slowups ist, daß es manchmal schwierig ist, gefahrlos zu überholen, weil auch viele Kinder teilnehmen, die eigentlich noch gar nicht Velo fahren können. Die E-Bikes, die von Leuten gefahren werden, die eigentlich nicht mehr Velo fahren können (oder eigentlich zum Velofahren sind), passen auch irgendwie nicht dazu. Und wenn Rollerbladefahrer auch noch nebeneinander in Schlangenlinien fahren, ist es auch gefährlich, sie mit dem Velo zu überholen. Während ich Leute überholt hatte, hörte ich ab und zu Kommentare zu meinem barfüßigen Velofahren, sei es von erstaunten Kindern, sei es von Erwachsenen, die es für gefährlich hielten. Auch die Tatsache, daß ich zeitweise kein T-Shirt trug, gab Anlaß zu Kommentaren.


Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


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