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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Barfuß und Leben
Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 593
Punkte: 248

17.05.2016 06:02
Firmenkegeln Zitat · antworten

Hallo!

Am letzten Donnerstag fand wieder einmal ein Firmenkegeln unserer Abteilung statt, und zwar in der „Krone“ in Aarburg. Früher fand so etwas jedes Jahr statt, nach 2008 (jeweils im November) aber nicht mehr. Ich selber war nur dreimal dabei (1989, 1990 und 1991), danach hatte ich das Kegeln boykottiert. Nun sollte wieder einmal ein Kegelabend stattfinden, verbunden mit einem Essen.

Leider war es ziemlich verregnet, trotzdem aber entschied ich mich, die gut 5 km mit dem Velo zurückzulegen anstatt mit der Bahn. Während ich in früheren Jahren jeweils in der damaligen Dienstkleidung (lange Anzughose, Krawatte, fette Halbschuhe usw.) aus der Firma zum Kegeln fuhr (also in derjenigen Kleidung, die ich auch auf dem Weg zur Arbeit trug), wollte ich diesmal nicht in der heutigen Dienstkleidung (lange blaue Arbeitshose, fette Sicherheitsschuhe) zum Kegeln, sondern in bequemerer Kleidung (blaues T-Shirt, kurze Hose, die die Bezeichnung kurz auch verdient, und selbstverständlich barfuß). War vielleicht keine so schlechte Idee, denn dank der Regenjacke kam ich zwar mit nassen Füßen, jedoch nicht mit nassen Schuhen und nassen Hosensäumen in Aarburg an. Das ekligste war, daß meine Brille naß geworden war und obendrein noch beschlug, nachdem ich bei 13°C Außentemperatur ins deutlich wärmere Gebäude kam.

Einige Arbeitskollegen waren schon im Saal beim Einkegeln. Niemand sprach mich auf meine sommerliche Aufmachung an, wohl aber, nachdem ich mich meiner nassen Regenjacke entledigt hatte und meine Brille putzte: „Bist du mit dem Velo gekommen? Das sieht man!“ Dann aber vernahm ich plötzlich eine Stimme: „Der Sommer ist seit gestern vorbei, und du trägst noch kurze Hosen!“ Nein diesmal war nicht ich gemeint, sondern ein Laborant. Seine Antwort: „Die paar Schritte vom Auto hierher gehen doch noch, und beim Kegeln sind kurze Hosen praktischer.“ Dabei trug er nicht einmal kurze Hosen, sondern „unlange“, die bis zum Knie gingen. Dazu nagelneue Kegelschuhe, wie er sagte. Wieso die Kollegen ihn wegen der Kleidung „angezündet“ (so sagt man bei uns, dürfte wohl bald auch hier in die Liste der politisch unkorrekten Ausdrücke fallen) hatten und mich nicht? Möglicherweise, weil sie bei mir mit meiner Aufmachung gerechnet haben, bei ihm dagegen weniger. Oder war es nur Höflichkeit? Einzig ein Chemiker frotzelte bei mir, während ich eine Kugel aufhob: „Laß ja keine Kugel auf die Zehen fallen, das tut weh.“ Ich sagte: „Wenn du sicher bist, daß deine Sportschuhe ausreichend schützen, dann kannst du ja mal eine Kugel drauffallen lassen.“ Das wollte er aber doch nicht.

Nach dem Einkegeln und Aperitif gab es Essen. Niemand von dem Personal sagte etwas zu meinen nackten Füßen bzw. zu meiner kurzen Jeans und der Bermuda des Laboranten. Ob es denen wirklich egal war oder ob sie sich aus Höflichkeit nichts anmerken ließen, sei mal dahingestellt. Gruppen, die den Saal mit Kegelbahn gemietet haben, kommen in der Regel nicht im Smoking (bzw. die Damen in Abendkleidern und Stöckelschuhen), sondern eher in sportlicher Kleidung. Ferner waren wir abgetrennt von den anderen Gästen des Restaurants und Hotels, so daß das Personal auch nicht mit Reklamationen rechnen mußte (oder mit Leuten, die deswegen nie wieder kommen). Laut anderen Gästen gehört das Hotel „Krone“ eher zu den „besseren“ Häusern, und in solchen Häusern bekommt man wohl weniger oft einen Rausschmiß wegen unpassender Aufmachung als in den Häusern, die sich lediglich für „besser“ halten, es aber nicht sind. So blieb uns das erspart, was uns vor ca. 1,5 Jahren in der „Twanner Stube“ (und manch einem Barfüßer, der in Westerland nur mal eben bei Edeka einkaufen wollte) Unannehmlichkeiten gebracht hatte.

Nach dem Essen kam das Kegelturnier. Besonders gut war ich zwar nicht, aber auch nicht schlecht. Denn normalerweise kegele ich nie. So habe ich seit 1991 nie mehr eine Kegelbahn betreten. Ich hatte jedoch das Gefühl, daß ich besser war als bei den letzten Malen. Ob es daran lag, daß ich barfuß war statt in Halbschuhen? Oder in kurzen Hosen statt in langen? Oder ohne Krawatte statt mit? Oder hatte ich diesmal einfach nur mehr Glück? Ich werde es wohl nie erfahren. Eines ist aber sicher: Ich fühlte mich in der Aufmachung vom letzten Donnerstag viel wohler als 1991, und zwar bezüglich ALLER betroffenen Kleidungsstücke.

Die Rückfahrt erledigte ich wieder mit dem Velo, während die anderen per 4rad bzw. Offtopic-Fahrzeug nach Hause fuhren (nicht alle nach Zofingen, manche auch viel weiter, z.B. Konolfingen, Bern, Zürich, Luzern). Es regnete immer noch, war dunkel, konnte jedoch die Fahrt unfallfrei durchführen.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.943
Punkte: 794

23.05.2016 14:03
#2 RE: Firmenkegeln Zitat · antworten

Zitat von Michael aus Zofingen
Nach dem Einkegeln und Aperitif gab es Essen. Niemand von dem Personal sagte etwas zu meinen nackten Füßen bzw. zu meiner kurzen Jeans und der Bermuda des Laboranten. Ob es denen wirklich egal war oder ob sie sich aus Höflichkeit nichts anmerken ließen, sei mal dahingestellt. Gruppen, die den Saal mit Kegelbahn gemietet haben, kommen in der Regel nicht im Smoking (bzw. die Damen in Abendkleidern und Stöckelschuhen), sondern eher in sportlicher Kleidung. Ferner waren wir abgetrennt von den anderen Gästen des Restaurants und Hotels, so daß das Personal auch nicht mit Reklamationen rechnen mußte (oder mit Leuten, die deswegen nie wieder kommen). Laut anderen Gästen gehört das Hotel „Krone“ eher zu den „besseren“ Häusern, und in solchen Häusern bekommt man wohl weniger oft einen Rausschmiß wegen unpassender Aufmachung als in den Häusern, die sich lediglich für „besser“ halten, es aber nicht sind. So blieb uns das erspart, was uns vor ca. 1,5 Jahren in der „Twanner Stube“ (und manch einem Barfüßer, der in Westerland nur mal eben bei Edeka einkaufen wollte) Unannehmlichkeiten gebracht hatte.



Hi Michael,

in wirklich guten Hotels und Restaurants wird man wegen nackter Füße nicht abgewiese. Das Personal mag denken, was es will, aber wenn es seie Arbeit professionell erledigt, wird es sich nichts anmerken lassen. Außerdem kommt es darauf an, wie man sich selber verhält, und wenn man den guten Service oder das Essen lobt, wird man sich eher Sympathie erwerben, als wenn man mit miesepetriger Miene herumläft oder gar nörgelt.
So habe ich z. B. meine Aufenthalte im Hotel "Bayerischer Hof" in Freising noch in allerbester Erinnerung.

Zitat von Michael aus Zofingen
Nach dem Essen kam das Kegelturnier. Besonders gut war ich zwar nicht, aber auch nicht schlecht. Denn normalerweise kegele ich nie. So habe ich seit 1991 nie mehr eine Kegelbahn betreten. Ich hatte jedoch das Gefühl, daß ich besser war als bei den letzten Malen. Ob es daran lag, daß ich barfuß war statt in Halbschuhen? Oder in kurzen Hosen statt in langen? Oder ohne Krawatte statt mit? Oder hatte ich diesmal einfach nur mehr Glück? Ich werde es wohl nie erfahren. Eines ist aber sicher: Ich fühlte mich in der Aufmachung vom letzten Donnerstag viel wohler als 1991, und zwar bezüglich ALLER betroffenen Kleidungsstücke.



Es ist doch ganz klar, daß man das, was man tut, viel lieber und besser macht, wenn man sich in der Kleidung, die man trägt, wohl fühlt. Natürlich braucht man beim Kegeln auch Glück, aber daß Du barfuß und in kurzen Hosen warst statt in "Dienstkleidung", hat ganz sicher eine Rolle gespielt!

Barfüßige Frühlingsgrüße,
Markus U.


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