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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Barfuß und Leben
kerstin Offline

Admina


Beiträge: 1.950
Punkte: 1.181

06.08.2009 18:42
Keller aufräumen Zitat · antworten

Hallo zusammen,

in der letzten Zeit ist meine Schreibkreativität leider = 0! Wird schon wieder werden. Jedenfalls habe ich heute tatsächlich etwas erlebt. Ich ging heute mal in meinen Keller, da ich dort noch unzähligen Schrott, uralte Festplatten, Floppies usw. gehortet hatte. Dort unten ist es auch angenehmer als in meiner Sauna bzw. Wohnung. Nun ja, so fing ich mit dem Ausräumen an. Mein Ex-"Freund" kam wenig später mit seinem Auto, damit wir diesen ganzen Mist zum Elektroschrott bringen konnten. Ich hatte ein paar Bananenschachteln vom REWE geholt und legte diesen ganzen Schrott dort hinein. Plötzlich tauchte im Regal mein uralter Lexmark - Drucker auf. Dieser hatte schon lange den Geist aufgegeben (Druckkopf perdu). Ich holte den Drucker aus dem Regal, da dieser auch auf den Schrott sollte, doch eines hatte ich nicht bedacht: es waren noch gefüllte Tintenpatronen drin. Plötzlich ergoß sich schwarze Tinte über meinen linken Fuß und "lackierte" meine Zehennägel. Sah das gaga aus! Nicht nur die Zehennägel, sondern auch die Zehen und ein Teil des Mittelfußes bzw. Fußrücken waren etwas getönt. Sollte ich nun den rechten Fuß auch so "lackieren", damit die Symmetrie nicht so sehr aus dem Gleichgewicht geriet? Wer weiß: vielleicht käme dies sogar in Mode . Ich ließ es natürlich besser sein, fluchte aber in den herrlichsten Tönen ob meines schwarzweiß-Füßchens. So überflüssig wie ein Kropf! Ich ging dann in meine Wohnung ins Bad. Dort holte ich einen reinen Alkohol (Isopropanol) und etwas "Zewa-wisch und weg" und bearbeitete meinen "lackierten" Fuß. Eine Wurzelbürste übernahm dann meinen Fußrücken, der am Ende krebsrot war. Die Tinte ging zwar nicht ganz weg, aber ich konnte sie mit Hilfe dieses Equipments "bleichen" - also in ein helleres Grau verwandeln. Die Zehennägel bekam ich zwar sauber, nur der Nagelrand war noch recht markant. Es sah fast so aus, als ob ich meine Zehennägel des linken Fußes eingerahmt hätte . Nun gut, ich ließ es so und ging dann wieder in den Keller, wo mein Kumpel die Sauerei auf dem Boden einigermaßen entfernen konnte. Wir luden diesen ganzen Ramsch auf eine männliche Karre und transportierten dies zu seinem Auto. Die Leute, welche uns begegneten, schauten eigentlich mehr auf die Kartons und das oben thronende Lexmark - "Auslaufmodell". Ich wurde schon fast ein wenig neidisch auf den Krempel, denn sonst schauten die Leute doch immer meine Füße an . Wir brachten dann den ganzen Quatsch weg und kehrten dann in eine Kneipe, um etwas zu trinken. Dort laberte mich einer an, ob mir mein Nagellack ausgelaufen wäre. Es stimmte ja auch fast, nur daß es eben kein Nagellack war. Ich meinte dann nur, daß es so sein muß, weil das unter den Barfüßern Mode wäre. Eine dämliche Antwort - ich weiß, aber mir war das in diesem Moment eh wurscht. Nach einem 0,5er Mineralwasser verließen wir die Kneipe und drehten noch eine kleine Runde. Mittlerweile dachte ich nicht einmal mehr an mein "Inkfüßchen". Es war herrlich, auf den aufgeheizten Asphalt zu gehen. Eine Gruppe junger Mädchen mit Flipflops schauten auf meine Füße, grinsten sich eins und gingen weiter. Ich konnte noch ein Gekicher wahrnehmen, nur die linguistischen Höhepunkte von ihnen konnte ich nicht vernehmen. Nun ja, meine Druckerfarbe war doch noch gut zu erkennen - zu gut! Was die Mädels wohl gedacht hatten ...

So trennte ich mich dann von meinem Ex-"Freund" und ging noch kurz Mineralwasser holen. Neben dem REWE sah ich zwei Männer im geschätzten Alter um die 40, die sich gerade, als ich vorbeikam, ihrer unbesockten Sandalen entledigten und danach BF weitergingen. Vielleicht hatte ich nun jemand auf den Geschmack gebracht. Wäre nicht schlecht. Ach ja, ein paar Frauen sah ich auch BF herumlaufen, einige aber mit ihren Latschen in den Händen. Ich war also nicht die Einzige! Ich weiß nicht, wie man bei so einem Wetter seine Füße so verpacken kann. Das ist ja schon Körperverletzung an den Füßen .

So ging ich mit 6x1,5 Liter Mineralwasser nach Haus. Kein Kavalier in der Nähe, der einem armen Mädchen geholfen hätte Nun freue ich mich gleich auf ein schönes Stückchen Wassermelone aus dem Kühlschrank. Dann lasse ich diesen verrückten Tag langsam ausklingen. Diesen Bericht wollte ich aber noch ins Forum setzen.

Viele BF-Sommergrüße,

Kerstin


Jay Offline




Beiträge: 702
Punkte: 695

07.08.2009 06:33
#2 Dies & das Zitat · antworten

Hi Kerstin,
also das BFige Kelleräaufräumen kenne ich auch sehr gut, ich hab' allerdings eine gewisse Aversion dagegen, weil Türme übereinandergestapelter Sachen gerne umfallen & massiv auf Füße & Zehen krachen, auch laufen manchmal bis gelegentlich scheußlichste, gar nicht so kleine Spinnen 'rum. Die 'Sachen' sind meist lose Chassis & sonstige Innereien aus ca. 50 TVs (oft noch aus der Röhrenzeit) & sonstiger Unterhaltungselektronik.

Es ist teils sogar eine enorm stressige Sache, wenn ich für irgendein Uraltgerät ein Ersatzteil brauche. Wie der Zufall es will, liegt das Benötigte im Chaos-Stapel meist recht weit unten, & man muß dann genau aufpassen, was man in dem Chaos-Stapel an welcher Stelle herauszieht (weil ich zu faul bin, den Stapel Stück für Stück abzutragen). Die genaue Sequenz, mit der er aufgeschichtet wurde, ist nicht mehr in Erinnerung.

Eigentlich hasse ich es. Das schlimmste, was überhaupt auf die Füße fallen kann, sind alte Geräte der Marke SABA, allein schon deren Innereien (die waren nämlich ungeheuer massiv gebaut). Zwar labere ich jetzt über etwas 'rum, wovon ich nichts verstehe, denn ich habe dergleichen zeitlebens nie an den Füßen gehabt, aber - was sollen sie eigentlich, die im Zehenbereich "stahlkappenbewehrten" Sicherheitsschuhe? Man bräuchte für den Fall des Falles eigentlich etwas, was auch um den Fußrücken eine Metallschale hat... ähnlich wie bei einer Ritterrüstung.

Dann muß man auch noch alle 30 sec (oder eher öfter) auf den Boden schauen, weil (das folgende wird man mir nicht glauben) es tatsächlich auch in Deutschland eine Art Schwarze Witwen-Modell gibt, welches mit 8 oder noch mehr Beinen einen Gesamtradius von > 5 cm erreichen & unglaublich schnell laufen kann (geschätzt: > 30 cm / sec). Diese Spinnen machen auf mich einen äußerst gefährlichen Eindruck; nachts bekommt mich ohne funktionierende Beleuchtung¹ niemand in den Keller meines Domizils.

Genug davon. Der vergangene Tag war übrigens auch bei mir in 1 Hinsicht sensationell, er war - jedenfalls auf dem Terrain der Einkaufsmall, in der sich auch mein Frühstücksstammcafe´ befindet - der Tag mit der höchsten BF-Quote des bisher gesamten Jahres. Außer mir waren 3...4 Personen BF beim Einkaufen, 1 davon weiblich (ca. 30), trug Flipflops in der Hand, übrige männlich, ca. 30...40, 1 davon Hochwasserjeans oder umgekrempelt, bei den Letztgenannten nicht erkennbar, ob Schuhe im "Gepäck", keine Hippieerscheinung, weitere Details nicht mehr in Erinnerung. Es ist überhaupt so, daß in diesen Augusttagen (deren Morgen mit ihrem zarten/dunstigen Sonnenschein schon betont spätsommerlichen "Charakter" haben & keineswegs drückend-schwülheiß sind) die BF-Quote steigt.

Zu verschütteter Farbe auf Füßen & Nägeln. Daß überhaupt eine Tintenpatrone aufplatzt & sich der Inhalt sonstwohin ergießt, hätte mich bei anderen Marken als LEXMARK² gewundert. Das darin befindliche Zeug hat eine enorme Färbekraft, mir ist allerdings nicht bekannt, ob das - chemisch gesprochen - eine echte Lösung, Emulsion oder Partikelsuspension ist. Man braucht übrigens überhaupt keine Angst zu haben, an den Füßen Lösungsmittel wie Aceton, Trichlortrifluoräthan oder (am besten³, aber schwer erhältlich) Äthylazetat (Essigsäureäthylester, CH3COO-C2H5) anzuwenden. Daraufhin empfiehlt sich jedoch eine reguläre Fußwaschung mit H2O und einem pflegenden Detergenz, da das angelöste Hautfett nach der Verdunstung der Lösungsmittel oft als weißer Belag zurückbleibt & Füße deutlich langsamer nachfetten als Hände. Wer also keine Fingertapser auf dem Rauchglastisch im Wohnzimmer mag, wird feststellen, daß Füße in dieser Hinsicht besser sind als Hände, vorausgesetzt, sie sind vorher hinreichend oft & lange bar. Von wegen Schmutz- & Stinkklischee!

Freundliche BF-Grüße von Jay, der momentan sehr schwarze Füße hat (paradoxerweise links stärker, das Zeug an verschiedenen Partien von Sohlen & Ballen ist absolut nicht abwaschbar & man muß warten, bis sich die Keratinschicht der Haut erneuert hat).
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¹ Das sehr spezielle Kapitel "BF in völliger Dunkelheit" ist vor einiger Zeit im anderen Forum besprochen worden.

² Dieser Hersteller fällt durch exorbitant teuere Tintenkartuschen auf & wird von mir nicht mehr gekauft, da mir bereits 2 Inkjetprinter nach kurzer Zeit verreckt sind: Fehlkontaktierung beim Patronenwechsel, der eigenartigerweise unter Spannung vorgenommen wird. PENG! Driver-Endstufen-IC raucht & Steckernetzteil kurzgeschlossen.

³ Mir ist 'mal aus Aushilfs-Chemielaborant (selbstverständlich BF, weiß nicht, weshalb [Michael aus Zofingen]´s Arbeitgeber in dieser Hinsicht gar so extrem bescheuert ist) eine Flasche umgekippt, der Inhalt ergoß sich über eine Illustrierte. Ein grotesker, kaum zu glaubender Anblick bot sich: Es war, als fielen die Buchstaben 'raus, wie wenn sie als winzige "Schiffchen" weggeschwemmt würden. Das Papier wurde weiß, auch bei den Fotos, behielt aber eigenartigerweise seinen Glanz.


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