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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Barfuß und Leben
Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 601
Punkte: 248

04.12.2017 05:32
Zofinger Stadtführung Zitat · antworten

Hallo,

am letzten Mittwoch (29.11.2017) war in unserer Abteilung wie so oft gegen Ende des Jahres ein Ereignis. Dieses Mal sollte es eine Führung durch die Zofinger Altstadt sein. Mein direkter Vorgesetzter, der seit 10 Jahren in der Firma ist und nicht in Zofingen wohnt, wollte das einmal mitmachen. Um 17:30 Uhr war Treffpunkt am „Nikolaus-Thut-Brunnen“. Wie würde das Wetter werden? Schnee? Oder trocken? Da es mir +3°C nicht allzu kalt war, entschloß ich mich, die Führung barfuß und in kurzen Hosen mitzumachen (und selbstverständlich auch ohne Mütze). Die anderen Mitarbeiter waren ohne Ausnahme fett beschuht und belanghost. Viele hatten auch die Kapuzen hochgezogen oder trugen fette Wollmützen. Eine Mitarbeiterin fragte, ob es nicht allmählich zu kalt für barfuß sei. Aber zum Antworten kam ich nicht, weil ein Laborant schneller war mit den Worten: „Ich wäre enttäuscht, wenn er was anderes getragen hätte!“

Zwar habe ich schon mehr als einmal in Zofingen (und anderen Schweizer Städten, etwa Baden oder Basel, manche erinnern sich vielleicht) mich als barfüßiger Stadtführer mehr schlecht als recht betätigt, jedoch diesmal sollte es ein richtiger Stadtführer sein, einer mit Hut. Er machte es wirklich interessant. Zuerst erzählte er was vom von der Brunnenfigur, die den früheren Zofinger Schultheißen Nikolaus Thut darstellte, der in der Schlacht bei Sempach auf Seiten der Österreicher(!) kämpfte und das Zofinger Stadtwappen verschlang, damit es nicht in die Hände der Feinde (also der Eidgenossen) fiel.

Ich möchte hier nicht alle Stationen aufführen wegen Offtopic. Nicht verschweigen möchte ich allerdings das Gebäude der „Alten Wache“ (in Bern gibt es ein ähnliches Gebäude, schließlich war Zofingen eine Untertanenstadt der Berner Obrigkeit). Letzteres endete zur Napoleonischen Zeit. Ein napoleontreuer Mensch wurde nun Polizeichef und war extrem unbeliebt. Immer sagte er: „Das steht hier im Gesetz!“ und wies auf eine Textpassage, bis ein Zofinger Bürger meinte, dort stünde was ganz anderes. Aber er ließ sich nicht davon beeindrucken. In Wirklichkeit konnte er gar nicht lesen! Erst als der Stadtrat ihn zu einem Termin bat, wo es rauskommen würde, ob der Polizist überhaupt lesen kann, nahm er seinen Hut (wie nach ihm manch anderer Zofinger Polizeichef).

Wir gingen auch noch in die Krypta der Stadtkirche, wo es geheizt war. Meine Füße waren zwischenzeitlich kalt geworden, da wir draußen auf dem Kopfsteinpflaster mehr standen als gingen. Nun konnten sich meine Füße etwas erholen. In der Krypta war es eng, die Decke niedrig, so daß größere Menschen den Kopf einziehen mußten. Angeblich ist die Einstellungsbedingung für einen Zofingen Stadtführer, daß er MIT HUT aufrecht stehen muß, ohne an die Decke zu stoßen. Ich paßte gerade eben rein, aber nur ohne Hut und ohne Schuhe. Also bin ich ungeeignet und ohne Schuhe.

Zum Abschluß der Stadtführung begaben wir uns zur Markthalle, wo es einen Glühwein gab. Der Tag war aber noch nicht zu Ende. Wir gingen anschließend in ein Restaurant in der Zofinger Altstadt. In diesem Restaurant war ich noch nie drin. An meiner Aufmachung störte sich keiner (zumindest sagte niemand etwas, Gedanken lesen kann ich ja nicht).
Mir hat die Führung durch die Zofinger Altstadt gefallen, derjenigen Stadt, die nun fast 29 Jahre meine Heimatstadt ist.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


André Uhres Offline




Beiträge: 652
Punkte: 3

04.12.2017 10:16
#2 RE: Zofinger Stadtführung Zitat · antworten

Hi Michael,

ja, ein richtiger Stadtführer muss natürlich einen Hut auf dem Kopf tragen. Die Hauptsache ist allerdings, wenn er es interessant macht. Und Glühwein finde ich zum Beispiel recht interesant .

Liebe Grüße
André


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