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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Barfuß und Leben
Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 622
Punkte: 248

19.02.2018 05:11
Zofinger Fasnacht 2018 Zitat · antworten

Hallo,

am Sonntag, den 18. Februar 2018 war wieder einmal Fasnachtsumzug in Zofingen. Ich war schon öfters dort barfuß und in kurzen Hosen (vermutlich öfters als fett beschuht und belanghost). Diesmal war Hochnebel, manchmal gab es aber auch Lükken mit blauem Himmel, und das bei Temperaturen um +3°C und kräftiger Bise (Ostwind). Ich radelte in Richtung Stadtzentrum und stellte mein Velo am Veloständer des Gemeindeschulhauses vor den Toren der Altstadt ab. Durch das Tor bei der Kustorei betrat ich die malerische Altstadt, wo in wenigen Minuten (um 14:14 Uhr) am Thutplatz der Umzug starten sollte. Kaum war ich in der Altstadt, schon stellte ein Mädchen die berühmt-berüchtigte K-Frage

Im Grunde genommen läuft der Umzug immer nach demselben Schema ab. Am interessanten finde ich immer die Fahrzeuge einer Zofinger Wagenbaugruppe, vor Jahren hatten sie sogar mal eine Dampflok nachgebaut. Dieses Jahr verlief aber ohne (rauchende) schienengebundene Offtopic-Fahrzeuge in der Stadt. Den Anfang des Fasnachtszuges machte ein geschobener Lautsprecherwagen aus Langenthal. Aus dem Lautsprecher klangen Lieder von der Waterkant, gesungen von Freddy Quinn, dessen Lieder ich schon als Kind gehört hatte und den ich damals von einen „typischen Hamburger Jung“ hielt, den es aufs Meer hinauszog, in Wirklichkeit aber Österreicher ist.

Auch die Zofinger Regionalpolizei war anwesend, sie sagte aber nicht zu meiner Verkleidung – oder ist der Ausdruck „Entkleidung“ passender? Sicher nicht, denn ich war ja nicht im Yeti-Outfit oder gar im 2zeh-Outfit. Wohl aber hörte ich aus Kindermund Dinge wie „Der Mann ist ja blutt!“, meistens sagten sie „barfuß“ oder „ohne Schuhe“. Und fast ebenso oft hörte ich einen Vater oder eine Mutter sagen: „Der macht es immer!“

Einmal wurde ich von einem jungen Mann mit ostasiatischem Migrationshintergrund angesprochen. Er hatte mich schon öfters vergleichsweise wenig winterlich vermummt gesehen, auch beim Velofahren. Er fragte mich höflich auch nach gewissen Personen, ob ich sie kenne. Nein, ich kannte sie nicht. Da sein Deutsch nicht allzu gut war, war es mühsam, ihn zu verstehen. Weniger höflich dagegen war eine Gruppe weiblicher Teenager, da traf wohl eher die Bezeichnung „albern“ zu. Während die meisten weiblichen Wesen fette Winterstiefel trugen, trugen diese lediglich Turnschuhe mit Sockenlosigkeitvortäuschsocken an den Füßen. Ihre Jeans hatte sie aufgekrempelt. So trotzten sie der Kälte, ohne sich die Knöchel abzufrieren. Als sie mich sahen, fingen sie an zu kreischen. Offensichtlich paßte es ihnen nicht, daß ich das nur jungen „Damen“ zustehende „Privileg auf bedeckungsarme Kleidung“ derart „kopiere“. Vermutlich wäre es den jungen „Damen“ auch megapeinlich gewesen, wenn ihre Mütter im gleichen Outfit wie sie auf der Fasnacht erschienen wären. Es dauerte aber nicht lange, da näherte sich eine Gruppe von „Monstern“, die mit ihrer Verkleidung kleine Kinder erschreckten. Die Monster gingen auch auf die albernen Gören los und brachten diese noch mehr zum Kreischen.

Mit Konfetti wurde etliche Personen beworfen, auch ich. Ich werde wohl die nächste Zeit noch überall Konfetti finden. Eine gewisse Schadenfreude konnte ich mir nicht verkneifen, als ein kleiner Junge einem Mann mit langen, abstehenden Stiefeln eine Tüte „Second-Hand-Konfetti“ in den Stiefelschaft schüttete. Das konnte mir nicht passieren! Folgendes war mir bisher noch nie an der Zofinger Fasnacht passiert: Während ich dem Monsterkonzert, das ab 16:16 Uhr auf dem Postplatz stattfand, zuhörte, kam eine ca. 50jährige Frau in Tracht zu mir und gab mir einen Becher mit einem warmen Getränk mit den Worten: „Das hält warm.“

Im Großen und Ganzen waren die Reaktionen auf meine Aufmachung eher wenig. Vermutlich hätten mich mehr Leute angesprochen, wenn ich in lange Hosen und mit Schuhen bei der Fasnacht erschienen wäre, etwa mit den Worten: „Was? Heute fett beschuht?“ Interessant wäre es sicher, aber tun werde ich es nicht (außer wenn es mir zu kalt sein sollte). Dafür hasse ich lange Hosen und Schuhe doch zu sehr.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


André Uhres Offline




Beiträge: 788
Punkte: 3

21.02.2018 09:06
#2 RE: Zofinger Fasnacht 2018 Zitat · antworten

Hi Michael,

danke für die Reportage über den Fasnachtsumzug in Zofingen, den du blutt und bekurzhost besucht hast, was der K-Frage natürlich Türen und Tore öffnen musste, obwohl du das ja immer machst. Das kann allerdings nicht jedes Mädchen wissen. Mit Konfetti und Gekreische, dazu ein spendierter Becher mit einem warmen Getränk, war dieser Umzug sicher eine sehr amüsante Erfahrung.

Liebe Grüße
André


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