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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 3 Antworten
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 Barfuß und Leben
kerstin Offline

Admina


Beiträge: 1.905
Punkte: 1.181

19.09.2009 14:15
Doch nicht so verbohrt... Zitat · antworten

Hi zusammen,

obwohl es eigentlich nix besonderes ist, wollte ich dies dennoch ins Forum setzen:

Nachdem ich einiges daheim erledigen mußte, ging ich kurz vor Mittag einkaufen. Mein Weg führte mich zu NORMA, da es dort günstig Tomaten gibt. Ich nahm mir einen Einkaufswagen und machte meinen kleinen Einkauf - das Nötigste eben, ging dies dann zahlen und verschwand wieder. Auf dem Weg nach Haus ging eine Mutter mit ihrem Kind hinter mir her. Ich verstand zunächst nichts von dem Dialog zwischen ihnen, doch dann fragte das Kind laut, warum denn die Frau da vorne barfuß läuft - wobei es wohl mich meinte. Die Mutter antwortete dann - für mich ganz überraschend, daß es doch gut sei, wenn man barfuß geht, und der Frau da vorne - wieder ich - tut es scheinbar sehr gut und sie fühlt sich dabei wohl. Ich drehte mich mit einem Lächeln zu ihnen herum, als beide in diesem Moment an einer Haustür stehen blieben. Sie hatte ein Lächeln im Gesicht, welches sehr sympathisch war, doch mußte ich erkennen, daß sie Ballerinas an ihren Füßen hatte, und das Kind - offensichtlich ein Mädchen (es sei denn, sie zog ihrem Sohn ein Kleidchen an ) - hatte irgendsolche knöchelhohe Schuhchen an. Ob die beiden künftig mal BF zu sehen ist, mag ich ein wenig bezweifeln, doch vielleicht habe ich bei ihnen oder in ihnen etwas bewirkt - zumindest bei der Mutter, denn Kinder laufen in der Regel sehr gerne BF. Sie werden halt leider viel zu oft durch die Eltern daran gehindert, weil sich diese zu übergroße Sorgen machen (Mein Kind könnte in Scherben oder sonstwas treten). Dies war auch bei mir so, als ich ein kleines Mädchen war: weiße knöchelhohe Schuhchen und weiße Söckchen oder Ballerinas, die ich eigentlich sehr gerne getragen hatte. Na ja, schaumer mal...

Viele BF-Grüße bei teils sonnigen, teils diesigem - jedoch recht warmen Wetter,

Kerstin


Jay Offline




Beiträge: 702
Punkte: 695

21.09.2009 11:55
#2 RE: Doch nicht so verbohrt... Zitat · antworten

Zitat von Kerstin
...denn Kinder laufen in der Regel sehr gerne BF. Sie werden halt leider viel zu oft durch die Eltern daran gehindert, weil sich diese zu übergroße Sorgen machen (Mein Kind könnte in Scherben oder sonstwas treten). Dies war auch bei mir so, als ich ein kleines Kind war: weiße knöchelhohe Schuhchen und weiße Söckchen oder Ballerinas, die ich eigentlich sehr gerne getragen hatte. Na ja, schaumer mal...


Hi Kerstin,

mitunter hat man Gelegenheit, in nicht wenige Privacies mit Eltern & Kindern zu gelangen; das war bei mir so, als ich in der Vergangenheit zuhauf TV-Geräte reparierte¹. Schon öfters hab' ich hier & in früheren HBF-Derivaten darüber berichtet, daß doch an die 30...50 % der Hausfrauen & Mütter zu jeder Jahreszeit privacy-indoor BF anzutreffen sind, vor allem, wenn sie noch etwas jünger sind.

Gar nicht so arg selten kommt dann das Smalltalkthema auf zunächst mein .., dann auf BF im Allgemeinen. Man merkt aber doch, wie meist ohne viel Worte um den eigentlichen Brei 'drumherumgeredet wird - die Sorge, daß Pebbles & Bambam sich 'was eintreten, wird vorgeschoben, in Wirklichkeit überwiegt die Sorge um´s "Gesellschaftliche". Deutlich wird das z. B., wenn man die Schuhe-Anordnung an die Kleinchen in Korrelation zum Entfernungsradius zur elterlichen Privacy setzt. Daß die Kleinen draußen bis evtl. ein paar Straßenzüge vom elterlichen Domizil entfernt u. U. stundenlang BF herumtollen, wird gerade noch geduldet² - wird aber auch nur eine Kürzestfahrt zum Supermarkt unternommen, um auf die Schnelle noch eine vergessene Kleinigkeit zu besorgen, kommt i. d. R. der Schuh-Befehl, selbst wenn auf diesem Trip nur wenige Outdoorschritte auf meist sehr 'übersichtlichen' Böden zurückgelegt werden, was ein ungleich geringeres Verletzungsrisiko birgt als Ersteres.

Heute & in den nächsten Tagen mit technischen Internas meiner Fa. beschäftigt & vom Forum geistig far away, freundliche BF-Grüße, Jay
-------------------
¹ Für Elektronikfachleute: Die sog. "ambulante Reparatur" (ohne den Heimaltar in die Werkstatt mitnehmen zu müssen) war früher in vielen Fällen schnell & bequem möglich, als die Geräte noch aus leicht [Alt 'rauszieh-] & [Neu 'reinsteck-]baren Teilen, in diesem Fall v. a. Röhren, aber auch sonst durchgehend aus gut zugänglichen Teilen bestanden, die sich noch mit dem klassischen ERSA 30-"Löthammer" lösen & verpflanzen ließen. Heute, im sog. SMD-Zeitalter, wäre bei einer solchen Vorgehensweise oft die Leiterplatte (z. B. bei nicht vollständiger Zinnentfernung durch abreißende Leiterbahnen) & damit das Gerät als Ganzes nicht selten irreparabel zerstört.

² & sind die Kids dann ca. im Schulalter, bereits bemäkelt, z. B. auch unter trickreicher Bemühung eines "Reife"-Appels: "Wie alt bist du denn?": Hier schlägt bereits das "Gesellschaftliche" durch. So scheint der gegenwärtige "Standard" ab ca. 1980 zu sein; alles früher gelegentlich direkt beobachtet. Auch in meiner Umgebung wohnen Familien mit Kindern, sind diese > ab ca. 10 (maximal!) ist das [Draußen auf Hausvorplätzen & auf der Straße]-BF der Kinder weg; jene aus türkischen Familien sehe ich eigentlich nie BF.


Manfred (Ten) ( gelöscht )
Beiträge:

21.09.2009 23:34
#3 RE: Doch nicht so verbohrt... Zitat · antworten

off-topic,

aber ich kann es mir doch nicht verkneifen:

SMD geht ja gerade noch mit dem richtigen Equipment, aber im Zeitalter von Multilayer-Boards und der Verweigerung jeglicher Hilfestellung durch Auskünfte oder gar Unterlagen seitens der Hersteller bin ich langsam am Überlegen ob ich mein Hobby nicht aufgebe.
Bedrahtete Bauteile sind auch kaum mehr zu kriegen, und Modifikationen an unserem neuen Auto ? Nada - niente - zero ! Da traut sich nicht mal mehr der Händler ran !
(ERSA 30 und 16 habe ich auch noch).
Obwohl: Gute alte Plattenspieler und Platten sind ja wieder im Kommen...



Jay Offline




Beiträge: 702
Punkte: 695

23.09.2009 03:55
#4 Alles Elektrische & BF Zitat · antworten

Hi Manfred,

diese Ergänzung trifft selbstverständlich zu; ich wollte nur nicht zu [lang + ausführlich] werden & schrieb daher etwas unscharf. Man hat schon echt seine liebe Not mit Flatpack-ICs & deren "Beinchen"abständen von nur mm-Bruchteilen; sowas im Service ohne Zinnspratzer (= Schluß zwischen benachbarten Anschlüssen) auszuwechseln, ist eine reife Sache... & ausgerechnet bei der heutigen Quote an änderungsbedürftigen¹ Schaltungen läßt sich praktisch nichts mehr ändern. Auch bei mir ist das einstige Hobby zum Beruf geworden, & unter den heutigen Gesamtumständen kann ich ebenfalls nur noch sagen: Spaß macht´s überhaupt keinen mehr. Die Vorgehensweise von Projektmanagern, mit denen man natürlich auch im Nicht-Angestelltenverhältnis zu tun hat, gleicht heute in D wie in USA meist jener, mit der einst das III. Reich versucht hat, für 15000 RM die Atombombe zu bauen. Allein um die Psychodimension [Ärger rund um die Uhr, Tag & Nacht] zu bewältigen, braucht man (als Selbstständiger noch etwas mehr) ein ungeheuer dickes Fell. Das fängt bei den permanent mit der [1. Noch billiger & 2. gestern fertig]-Neurose via Phone & E-Mail nervenden Managern an (die bei dem ganzen Projekt nämlich die eigentliche spätere sogenannte "Wertschöpfung" vor allem für sich absaugen, während die gewöhnlichen Sterblichen immer wieder zu hören bekommen, daß ihre Arbeit nichts wert ist), läuft über den Ärger mit Elektronikteilen hundsmiserabler Qualität made in China & dem bleifreien Lötzinn bei der konkreten Laborarbeit, & endet bei der immer geringer werdenden Nutzbarkeit der auch meinerseits in den letzten 15 Jahren extrem weiterentwickelten simulierenden Berechnungen (einer Mischform aus klassischer Computersimulation & mathematisch exakter Präzisionsdarstellung, was in Schaltungen eigentlich genau passiert) - weil nämlich genau das Dokumentationspersonal, welches früher die bekannten dicken Bauteile-Datenbücher mit Kennlinienfeldern etc. erstellte & heute die Hersteller-Webpages kreirt, ausgedünnt wird bis zum Geht-Nicht-Mehr, sprich: beschissene Informationslage. So kann man dann wieder (wenn auch BF im eigenen & nichtwinters in den meisten Kundenlabors) das langwierige, umständliche & mit hohen Selbstkosten verbundene Aufbauen von Versuchsschaltungen allein, um überhaupt eine parametrische Dimensionierung² vornehmen zu können, aufziehen (& nicht nur den finalen "Feinschliff", weil alles Wesentliche bereits der Computer liefern sollte) - & das bei Kunden, die nach der Maxime handeln: Ohne Aufwand alles erreichen. Mit quasi 0 Personal. Mit quasi 0 Kosten...

Kurz, das ganze Elektronik-Entwicklungs-Business ist angesichts der heutigen Kosten- & Aufwands-"Estimation-Strukturen" nurmehr die Frage, WER WEN noch besser verarscht. Es ist gut, wenn der Kunde nicht weiß, WAS mit der Computerei bzw. im Labor gemacht wird, weil´s bei Ersterem sofort heißt: "Ja, das zahl' ich ja nicht! Sie drücken ja bloß aufs Knöpfchen³!"

Zu BF & Elektronik ließen sich natürlich ebenfalls ganze Bücher schreiben (& wenn man 'mal rd. 1 Jahr10t überwiegend BF in einer solchen Fa. gewerkelt hat, kommt schon ein erhebliches Konglomerat an Erinnerungen zustande; man konnte an 1 Tag im Angestelltenverhältnis oft mehr erleben als in 1 Monat einsamer Selbstständigkeit).

Wenn das Thema vorhin grad' auf die SMD-Technik kam, so bietet sie in puncto BF einen wesentlich anderen Aspekt als die vorhergehenden Bauelemente für Durchsteckmontage, die man auf der Leiterplatte in die Löchli steckte & dann von unten festlötete. Die meisten von uns verbinden den Begriff "Integrierter Schaltkreis" immer noch mit den schmalrechteckigen "Käfern" der DIL 14- & DIL 16-Gehäuse, die vor allem als sog. TTL-Technik seit den späten 1970er Jahren zu Myriaden in den Rechnern verbaut wurden; Zausel hat ja 'drüben' mal in einem sehr netten Beitrag den SN 7474 als ungemein häufig verwendetes Dual D-Flipflop erwähnt. Als ich nach ein paar Wochen bei KONTRON vom Logicanalyzer-Tester zum Entwicklungsingenieur mutiert war, merkte ich sehr schnell, daß ich das BF-Gehen bei KONTRON nicht erfunden hatte; beschuhte Kollegen machten sich nämlich gerne einen Spaß daraus, plötzlich laut "Vorsicht! IC!!!" zu brüllen, wenn sie einen BFigen Kollegenneuling sahen. Tatsächlich lagen sie mitunter vereinzelt auch einfach so auf den Böden 'rum, die kleinen schwarzen Käfer - die silbrigen Anschlußbeinchen stramm senkrecht nach oben gestreckt.

Eingetreten hab' ich mir sowas nie - es soll jedoch furchtbar sein, wenn sich diese in ihrer Geometrie optimierten Beinchen pieksend in den Fuß bohren wie in die IC-Steckfassung für optimierte Kontaktgabe. Auf einen SMD-IC kann man stattdessen voll draufsteigen - liegt er richtig 'rum, wird er nicht 'mal beschädigt.

BFiges TV-Reparieren im Heim des Kunden hat viele spezielle Aspekte. Das gilt vor allem bei den Uraltgeräten für die Powerschläge, wenn man bei beengten Verhältnissen in Hockstellung mit den Fersen z. B. an einem stets geerdeten Heizkörper andockte; die weiße Lackierung ist kein zuverlässiger Isolator. Da ja bei diesen Mumien-Heimaltären stets ein Netzpol direkt mit dem Metallchassis verbunden war, haben auch die beschuhten Kollegen im Fall, daß das Chassis "auf Phase" war, den Netzstecker umgedreht.

BF ist man bei allen Arbeiten mit Elektrik/Elektronik stark im Vorteil. Auch, weil der bekannte Glimmlampen-Scpannungsprüfer-Schraubendreher immer besonders klar & hell brennt. Passieren kann dabei übrigens nichts - weil in Reihe zur Glimmstrecke noch ein Vorwiderstand von typisch 220 kΩ eingebaut ist. Trotzdem rate ich letztendlich zur Vorsicht - in Spannungsprüfern made in China muß der Vorwiderstand nicht unbedingt enthalten sein...

Elektrische BF-Grüße, Jay
-----------
¹ Tatsächlich war früher ein GRUNDIG SuperColor, TELEFUNKEN PALcolor, NORDMENDE Spectra, SABA Ultracolor... (die übrigen Fabrikate von Blaupunkt bis Wega möchte ich nicht ausgrenzen, es war nur die Nennung der "markantesten" Produktnamen) perfekt oder fast perfekt; es kam tatsächlich verdammt selten vor, daß diese Kisten - sofern alle Teile ok waren - nicht oder nicht einwandfrei liefen.

² heißt in diesem Fall: Allein schon die Erkenntnis, daß ein bestimmter Widerstand so&soviel Ω haben muß, damit die Schaltung mit irgendeiner Blackbox-Komponente läuft, muß durch Probieren gewonnen werden!

³ Daß man, um auf´s Knöpfchen drücken zu können, vorher u. U. beträchtlichen Aufwand z. B. im Schreiben von QBASIC- oder FORTRAN- (auf Großrechnern) Programmen 'reinstecken mußte, ist für die Kunden tabu. Da heißt es: "Ist Ihr Privatvergnügen, wenn Sie das in Ihrer Freizeit machen."


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