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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 9 Antworten
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 Barfuß und Leben
Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 601
Punkte: 248

03.06.2010 05:39
Geschwollene Füße nach Urlaubsreise Zitat · antworten

Ich hatte zwar schon öfters geschwollene Füße, wenn ich mehrere Tage barfuß (oder früher mit Schuhen) mit dem Velo unterwegs war. Aber so schlimm wie bei meinem letzten Urlaub war es noch nie. Im Gegensatz zu anderen längeren Touren mit viel Gepäck war es dieses Mal auch verhältnismäßig kühl. Dann macht man auch weniger Pausen als bei höheren Temperaturen. Und außerdem kann ich mir vorstellen, daß die Fußmuskulatur bei niedrigerer Temperatur auch eher verkrampft.

Als ich am Ziel im Lohmen angekommen war, waren meine Füße schon etwas geschwollen. Auch hatte ich ein paar rote Quaddeln an den Füßen, die ich auf entzündete Insektenstiche zurückführte.

Während der Folgetage, an denen ich nur wenig Velo fuhr (lediglich vom Schlafplatz im nahen Wald zu einem Parkplatz und abends wieder zurück), nahm die Schwellung zu. Ich konnte die Füße nicht mehr abrollen oder schräg aufsetzen. Das führte dazu, daß ich gewölbtes Kopfsteinpflaster (etwa in Meißen)als unangenehm empfand, während mir die ebenen Wege in der Dresdener Innenstadt angenehm vorkamen. Beim Wandern im Gebirge selbst empfand ich die Felsen, solange sie eben waren, als angenehm. Treppen aufwärts steigen ging gut, beim abwärts steigen mußte ich viel die Hände zur Hilfe nehmen.

Ich dachte mir, daß die Schwellungen auf der Heimfahrt wieder abnehmen würden, aber nichts da! Es wurde schlimmer. Auch die Quaddeln nahmen zu. Weiter spürte ich allmählich meinen Hintern. Immer wieder überlegte ich, ob ich nicht das Velo in die Bahn verladen sollte, aber immer wieder ließ ich es bleiben.

Als am Pfingstsamstag auch noch die Temperatur rapide anstieg, empfand ich das Gehen noch unangenehmer. Der letzte Tag grenzte an Quälerei. Als ich zu Hause angekommen war, konnte ich mit Mühe noch das Gepäck abladen.

Am Pfingstmontag unternahm ich nichts großes (dafür hielt ich die Füße lange Zeit in eine Wanne voll kaltem Wasser). Am Dienstag mußte ich noch nicht arbeiten. Beim barfüßigen Einkaufen fragte mich manch einer, ob ich einen Unfall gehabt hätte oder einen Sonnenbrand bekommen hätte.

Die Schwellung nahm in der Tat deutlich ab, aber nicht ausreichend. Als ich am Mittwoch zur Arbeit wollte, paßten die Halbschuhe nicht. Die einzigen Schuhe, die paßten, waren Treckingsandalen, bei der jeder Riemen einzeln einen Klettverschluß hat. Dazu trug ich meine weitesten Socken (dunkelgrüne, keine mausgrauen) und darunter Papiertaschentücher, damit Eiter aufgesaugt werden konnte. Bewegen konnte ich mich mit den Tretern gar nicht gut.

Am Freitagnachmittag schickte mich mein Vorgesetzter nach Hause, damit ich mich mit einem Arzt in Verbindung setzen konnte. Er befürchtete, daß meine Ausschläge ansteckend sein könnten. Er gab mir noch die Telefonnummer (s)eines Hausarztes. Von dessen Sprechstundenhilfe wurde ich aber mit der Begründung, man könne sich nicht einfach direkt anmelden, abgewiesen, wie ein Vertreter, der einen Abteilungsleiter sprechen will, von dessen Sekretärin abgewimmelt wird. Allerdings gelang es mir, bei einem anderen Arzt einen Termin zu bekommen, aber erst am Montagnachmittag.

So hatte ich ein barfüßiges Wochenende vor mir, das aber fast nur daraus bestand, daß ich mir auf dem Balkon oder in der Wohnung nasse Handtücher um die Füße gewickelt hatte. Die Schwellung und Verkrampfung nahm tatsächlich ab, die Haut an den Füßen war regelrecht mumifiziert, die Quaddeln blieben, auch eiterte es noch.

Am Montag ging ich nicht zur Arbeit, am Nachmittag zum Arzt, und zwar barfuß (und in Zofinger Hotpants). Weder der Arzt, noch die Sprechstundenhilfe störten sich an meiner Aufmachung. Auch wurde mir kein Vorwurf gemacht, daß ich barfuß derartiges vorgenommen habe. Er vermutete, daß es sich bei den Quaddeln um eine Allergie handeln könnte, etwa gegenüber Raps. Er sagte, daß ich am Folgetag wieder arbeiten dürfe und daß er mich an einen Hautarzt überweisen werde und verschrieb mir noch ein Mittel („Excipial U Lipolotion“ mit 4 % Harnstoff), das ich auch sofort danach aus der Apotheke holte (auch hier keine Bemerkungen zu meiner Barfüßigkeit.

Am Abend schmierte ich mir das fette Zeug an die Füße, was irgendwie wohl tat. Einzelne Quaddeln wurden kleiner, dafür ändert sich die Farbe der Füße dauernd (mal mehr rot, mal mehr blau). Und am nächsten Morgen hieß es dann: rein in die fetten Halbschuhe und ab zur Arbeit.

Ich bin gespannt, was der Hautarzt sagen wird.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


Engel Offline

Admin


Beiträge: 1.438
Punkte: 666

03.06.2010 06:55
#2 RE: Geschwollene Füße nach Urlaubsreise Zitat · antworten

Hi Micha,
das hört sich aber garnet gut an.
Am Anfang Deines Berichtes vermutete ich noch Wasseransammlingen in den Füßen, bis Du die Quaddeln erwähntest. Ab dem Punkt lag die Vermutung einer sich ausgebildeten Allergie sehr nahe.
Wegen der parziellen Begrenzung auf Deine Füße bezweifle ich aber, das es Raps ist, was die Allergie auslöste. Eher denke ich es handelt sich, wenn überhaupt ne Allergie vorliegt, um eine niedrig wuchernde Pflanze die sich vorwiegend in Wiesen verbreitet, eventuell sogar Gräser.
Es könnte aber auch sein, das Du bei Deinen Wegen vom und zum "Schlafplatz" zufällig über ein Terrain gelaufen bist auf dem gerade eine der giftigen Wolfsmilchgewächse am spriessen war, von Denen es immerhin 240 Gattungen und 6000 Arten gibt. Der milchige Ausfluß, welcher bei Verletzungen der Pflanze austritt löst bei vielen Arten bei Hautkontakt oft heftigen Juckreiz, oder aber auch Schwellungen und Entzündungen aus, die Denen von Insektenstichen oft ähneln. Dafür spricht auch Deine Erwähnung, das die Quaddeln eiterten.
Aber da das alles nur Vermutungen meinerseits sind und ich auch kein Arzt bin, solltest Du das von einem selbigen klären lassen.

Beides ist net schön, aber ich wünsch Dir eher, das Du Dich mit dem unangenehmen Saft einer Pflanze angelegt hast, als das Du Dir ne Allergie geholt hast. Letzteres würde nämlich bedeuten, das Du zumindest eine Zeit im Jahr Medis nehmen musst, oder im schlimmsten Fall sogar ne Zeit auf BF verzichten müsstest.

Ich hoffe Du wirst von dem Leiden vollständig genesen.

Gruß Engel

http://www.bbq-county.de/shop/index.php

http://www.mysaarbq.de/index.php?sid=5cb...6029bf3f8853c17


kerstin Offline

Admina


Beiträge: 1.924
Punkte: 1.181

03.06.2010 18:05
#3 RE: Geschwollene Füße nach Urlaubsreise Zitat · antworten

Hallo Michael,

das hört sich ja gar nicht gut an! Ich hoffe und wünsche Dir, daß es Insektenstiche waren - wie z.B. von Ameisen. Das Gift der roten Waldameise kann durchaus solche Schwellungen hervorrufen. Ich schreibe dies so bestimmt, weil auch ich so etwas vor ein paar Jahren erlebt hatte. Abgesehen davon, daß die Füße unheimlich juckten - vor allem auf den Fußrücken, bildeten sich auch rötliche Flecken. Ein paar Fußbäder in Seife - diese ist basisch und neutralisiert die Säure, und es trat sehr schnell Besserung ein. Natürlich bin auch ich keine Ärztin (war mal mein Traumberuf; wenn ich bloß keine derart faule Sau gewesen wäre ), doch hoffe ich, daß es Dir schnell wieder besser geht. Da Deine Füße sogar angeschwollen sind, muß Dich irgendetwas besonders heftig "erwischt" haben.

Engel's Idee, es könnte Wolfsmilchgewächs sein, könnte durchaus zutreffen. Mich irritiert es allerdings, daß sich Eiter gebildet hatte. Hattest Du vielleicht eine kleine Wunde, wodurch sich eine Infektion ergeben hatte? Da sich wohl auch Dein Allgemeinbefinden verschlechterte, könnte es sich tatsächlich um eine Allergie handeln. Ich hoffe, daß Du dies bald überstanden hast!

Das mit dem Arzt, wo Du abgewiesen wurdest, weil Du keinen Termin vereinbart hattest, finde ich hammerhart! Wie war das noch mit dem Eid des Hippokrates? Ein Privatpatient wäre bestimmt behandelt worden - trotz ohne Terminvereinbarung. Traurig.

Eine Behandlung mit "Retterspitz" (kein Tippfehler, das heißt wirklich so) zur äußerlichen Anwendung bringt sicherlich deutliche Besserung. Es hilft gegen Schwellungen, aber auch bei Verstauchungen usw.. Mit dieser milchigen Lösung macht man sich Wickel. Ich hatte dies auch schon oft angewandt und bin damit hochzufrieden gewesen. Ein reines Naturpräparat, welches man in der Apotheke bekommt. Probier das doch mal aus. Mir hatte es hervorragend geholfen.

Auf jeden Fall wünsche ich Dir die allerbesten Genesungswünsche!

Viele Grüße nach Zofingen,

Kerstin


Saalenixe-Halle ( gelöscht )
Beiträge:

03.06.2010 20:36
#4 RE: Geschwollene Füße nach Urlaubsreise Zitat · antworten

Halo Michael, hallo Kerstin,

erst mal gute Besserung, Michael, daß deine Schwellungen zurück gehen, und es hoffentlich "nur" eine Reaktion auf Wolfsmilchgewächse ist, ober du mit anderen Giftpflanzen in Berühung kamst. Wenn es ähnlich aussieht wie bei Ameisenstichen, und eitert, können es auch irgendwelche fiesen kleinen "Gift" käfer sein - ich hab sowas auch gelegentlich.

Obwohl ich Retterspitz-Anwenderin bin, zweifle ich doch, daß es bei derartigen Beschwerden ausreichend hilft. Es ist zwar entzündungshemmend, und dadurch auch lindernd doch entgiftet es nicht besonders.

Den Arzt würde ich übrigens bei der Krankenkasse melden wegen unterlassener Hilfeleistung.

Falls du nämlich tatsächlich ne Kontaktallergie hast, kann das verheerende Folgen haben.

lg Saalenixe


Jay Offline




Beiträge: 702
Punkte: 695

05.06.2010 13:18
#5 RE: Geschwollene Füße nach Urlaubsreise Zitat · antworten

Hi Michael,

auch ich find´s bedauerlich, daß dieser sicher ganz tolle Trip nachträglich einen solchen negativen Beigeschmack entwickelte. Zwar bin ich kein Arzt & möchte mir das auch nicht anmaßen, aber im folgenden versuchen, ein paar Überlegungen anzuregen, die die Chance bieten sollten, herauszufinden, ob das an ein paar ganz bestimmten Sachen gelegen hat & man bei Veränderungen oder Unterlassungen in diesem Bereich man die Entstehung solcher Syndrome vermeiden kann.

Zitat von Michael aus Zofingen
Ich hatte zwar schon öfters geschwollene Füße, wenn ich mehrere Tage barfuß (oder früher mit Schuhen) mit dem Velo unterwegs war...


Auffallend erscheint mir hier der letzte Satzteil - mit dem Velo. Ist dies ein Fokus - ist die Sache eindeutig damit korrelliert, daß für diese Trips mit dem "dicken Ende" an den Füßen ein Velo benutzt wurde? Bleibt der Effekt aus, wenn über Tage größere Entfernungen allein zu [Bar-]Fuß zurückgelegt werden? Da´s weniger Keystrokes sind, benutze ich im folgenden ebenfalls für den deutschen Terminus [Fahrrad mit biochemischem Muskelantrieb] das Wort Velo.

Grundsätzlich verstehe ich überhaupt nichts vom BFigen Velofahren. Das letzte Mal bin ich im Alter von 11 oder 12 Jahren auf einem Velo gesessen, die Wahrscheinlichkeit, daß ich zeitlebens jemals BF Velo gefahren bin, bezeichne ich mit 0.

Andererseits liefern bestimmte Beobachtungen aus dem Freundeskreis (als ich mit 16 mit BF in der "Neuzeit" anfing, liefen noch wesentlich mehr Friends ebenfalls BF) & bei Kindern Anhaltspunkte dafür, daß BF Velofahren auch für die Füße selbst als ausgesprochen gesund einzustufen ist:

* Die Druckkraft bei der Pedalbetätigung zum Veloantrieb wirkt quer zum Fuß i. W. auf etwas mehr ½ der Fußlängsachse (bezogen von der Ferse aus), wodurch das Gewölbe des Mittelfußes nach oben gedrückt wird. Dies wirkt dem verbreiteten "zivilisatorischen" Übel der Senk- oder Plattfüße entgegen.

* Speziell bei Kindern sieht man häufig einen Trend, die Zehen "greifend" zur Fußsohle zu schwenken (speziell wenn zur Überwindung hoher Belastungen besonders kräftig in die Pedale gestiegen werden muß). Dies ist das A & O gegen Spreizfüße.

Im Übermaß genossen, dürfte diese Fußgymnastik allerdings Probleme verursachen. Es gab im Nachbarforum vor geraumer Zeit einen hochinteressanten & wertvollen Thread (an dem ich mich gerne beteiligt hätte), in dem von massiven schmerzhaften Beschwerden in den Füßen nach längerem BFigen Verweilen & 'Rumsteigen auf einer dünnsprossigen Leiter (Zweck: Gartenarbeit/Baumobst pflücken oder so) berichtet wurde (auch ich hab' irgendwo selbst im Hirn eine Erinnerung an sowas samt Unannehmlichkeiten, auch danach, sehr unscharf gespeichert; es kommt natürlich vor, daß ich BF auf Staffeleien mit dünnen Trittstufen auch 'mal nicht nur ganz kurz stehen muß).

Plausibel erscheint mir insgesamt folgendes: Der menschliche Fuß als hochentwickeltes Organ (als solches ist er in jedweder medizinischen Fachliteratur ausdrücklich klassifiziert, er hat mehr Knochen als die Hand) ist dafür konstruiert, das Körpergewicht relativ gleichverteilt auf Ferse, einem ca. 1 - 2 cm breiten Außenkantenbereich & Ballen zu tragen; es empfiehlt sich außerdem, den Zehen einen Anteil deutlich verschieden von 0 zukommen zu lassen.
Sieht man nun manche Leute bergauf biken, so stemmen sie nicht selten wechselweise ihr ganzes Körpergewicht per Pedes, beinahe schon auf dem Velo stehend, in die Pedale. Es ist dann eine ähnliche Situation wie auf der Sprossenleiter gegeben.

Auch Manfred(Ten) hat übrigens dieses Problem schon im alten HBF erkannt, daß die gegenwärtig gängigen Velopedale für BFiges Fahren nicht optimal sind & einstweilen noch relativ skurrile, als Flachs-Beiträge gedachte Sonderlösungen entwickelt, die aber dem eben erwähnten Druckverteilungs-Aspekt voll Rechnung tragen...

Zitat von Michael aus Zofingen
Dann macht man auch weniger Pausen als bei höheren Temperaturen.


Nicht nur das, es wurden ja auch enorme Entfernungen zurückgelegt, was wohl ziemlich den ganzen Tag aktive Velobedienung voraussetzt.

Zitat von Michael aus Zofingen
Und außerdem kann ich mir vorstellen, daß die Fußmuskulatur bei niedrigerer Temperatur auch eher verkrampft.


Das wiederum halte ich für weniger wahrscheinlich. Wer sich verkrampft, kann nur schlecht oder gar nicht BF laufen & sich kaum bewegen. Aber ich lasse es mir natürlich nicht nehmen, bei Januar-Usertreffs mächtig 'rumzumschimpfen & dann im Forum unflätige Titel erscheinen zu lassen: Leck' mich am Arsch, was das kalt... (12.01.2008).

Zitat von Michael aus Zofingen
Ich konnte die Füße nicht mehr abrollen oder schräg aufsetzen. Das führte dazu, daß ich gewölbtes Kopfsteinpflaster (etwa in Meißen)als unangenehm empfand, während mir die ebenen Wege in der Dresdener Innenstadt angenehm vorkamen.


Ist wiederum eine gewisse Erhärtung der These (siehe das stark intensiviert unangenehm wirkende Meißener Kopfsteinpflaster) der ständigen bogenförmigen (mit den Enden nach unten) "Verdrückungen" der Füße bei zu langem & angestrengten Velofahren.
Ich glaube, es liegt hier wirklich in dieser [rein orthopädischen] Hinsicht Überlastung vor. Die Füße von Erwachsenen gelten zwar medizinisch als nur wenig verformbar; ich glaube aber, daß der Unterschied zum Kinderfuß nicht so extrem groß ist. Die vielen Einzelknochen sind über eine mir nicht näher bekannte [Knorpel-]masse verbunden, & bei ständigen starken Verformungseinwirkungen auf das Fußskelett, egal in welcher Richtung, entstehen auch Verformungen & vor allem erst 'mal Schmerzen. Es müssen nicht unbedingt schlagartige Impacts sein, die Schwellungen bewirken wie z. B. das bekannte Verstauchen beim 'blöden Auftreten'/Umknicken in Schuhen mit hohen Absätzen*; ich halte es für denkbar (& im vorliegenden Fall für wahrscheinlich), daß auch bei längerdauernder Einwirkung von Fußumformungen (8 h & mehr über mehrere Tage hintereinander) solche Impacts gewissermaßen im 1/T-Integral zu Schwellungsreaktionen führen, die - wie die erwähnte Verstauchung - rein orthopädischer Natur sind.

Die andere Kategorie von Gewebeschwellungen grad' an Füßen & Waden wären Ödeme (Wasseransammlungen) durch Herz- & v. a. Niereninsuffizienz. Charakteristisch für diese ist, daß sie tageszeitabhängig sind (sie treten v. a. nachmittags & abends auf & gehen in der Nacht oder beim Hochlegen der Füße schnell zurück; ich glaube aber nicht, daß derlei bei einem derartigen Velosportler (egal, ob BF oder nicht) vorliegt. Evtl. könnte die 1. [orthopädische] Komponente noch mit einer kumulierten Antihistaminreaktion (durch die zahlreichen Insektenstiche) zusätzlich überlagert sein.

Fazit jedenfalls: Die menschlichen Füße sind entwicklungsgeschichtlich nicht für das im Vergleich zu [BF Stehen, Gehen, Laufen] wesentlich andere Kräftebelastungsprofil beim Velofahren ausgelegt, sofern dieses mit High Power & Langzeit einhergeht (das Velo wurde erst vor einigen 100 Jahren von jemand namens Drais erfunden). Noch schlimmer wär´s, wenn ein Velo keine Pedale, sondern einfach nur Stangen unten 'raus hätte, in die man BF treten müßte.

Allzuviel dürfte daher - wie auch bei der Sache mit der Sprossenleiter - ungesund sein. Trotzdem: allzeit ungetrübten Spaß am BFigen Velofahren (& erfolgreiches genaues 'Rausfinden der eigenenen Belastbarkeitsgrenzen) wünscht dir
Jay (der dem BFigen Bewegen des sog. "Benz Patent-Motorwagens" stark frönt).
-----------------
*) Da sieht man wieder 'mal, wegen was noch so allem Schuhe also eben wirklich EINFACH SCHEISSE sind!


RainerL Offline




Beiträge: 128
Punkte: 88

05.06.2010 14:43
#6 RE: Geschwollene Füße nach Urlaubsreise Zitat · antworten

Hallo Michael,

ich tippe auch auf eine Kontaktallergie (Berührung mit Pflanzen die eine sofortige Reaktion auslösen) oder Insektenstiche. Näheres kann Dir wirklich nur ein Hautarzt sagen.

Wünsche Dir gute Besserung!
Rainer


Manfred (Ten) ( gelöscht )
Beiträge:

07.06.2010 09:29
#7 RE: Geschwollene Füße nach Urlaubsreise Zitat · antworten

Zitat von Jay
* Speziell bei Kindern sieht man häufig einen Trend, die Zehen "greifend" zur Fußsohle zu schwenken
...
Auch Manfred(Ten) hat übrigens dieses Problem schon im alten HBF erkannt, daß die gegenwärtig gängigen Velopedale für BFiges Fahren nicht optimal sind & einstweilen noch relativ skurrile, als Flachs-Beiträge gedachte Sonderlösungen entwickelt, die aber dem eben erwähnten Druckverteilungs-Aspekt voll Rechnung tragen...



Ich komme gerade mit Kerstin von einer ausgedehnten mehrtägigen Radtour entlang der Lahn von Marburg bis zur Mündung bei Niederlahnstein zurück.
Die Tagesleistungen von Michael - meines Wissens bis 230 km - (dem ich an dieser Stelle erst mal gute und baldige Besserung wünsche !!! Kerstin ist schon wieder in der Praxis - ich werde ihr die Schilderung aber mal heute Abend zeigen, vielleicht hat sie eine Idee dazu) haben wir nicht annähernd erreicht und wollten das natürlich auch nicht! Unsere längste Tagesetappe war 85 km.

Ich werde aber einen ausführlichen Bericht mit ein paar Fotos ins gelbe Forum stellen - ich möchte mir diese Arbeit nicht doppelt machen. Da nicht alle "Pufferküsser" dort lesen hier nur die kleine Anmerkung, dass ich nach dieser Tour nun endgültig zu der Erkenntnis gekommen bin dass ich bei der DB in Wirklichkeit eigentlich keine Fahrkarte erwerbe, sondern ein Los, mit dem ich eine gewisse Chance auf eine Beförderung habe. Seit ich mich zu dieser Sichtweise durchgerungen und dazu eine gewisse buddhistische Gelassenheit angeeignet habe kann ich nun auch viel besser damit umgehen....)

(Meine "Pedalkonstruktionen" sind meines Wissens auch noch irgendwo dort anzuschauen. Auf unserer Fahrt habe ich allerdings ganz normale Sakae-Gummiblockpedale benutzt.)

Es ist übrigens tatsächlich so, dass ich zehengreifend kurbele - das ist ja auch der Sinn der Rennpedale, bei denen man fest mit dem Schuh verbunden ist (ich mag die Dinger ohnehin nicht, weil es, neben dem unangenehmen Schuh schon sowieso - ein Sch...gefühl ist, wenn man auf eine plötzlich rot werdende Ampel zurollt und dann mitsamt dem Rad hilflos umfällt, weil man nicht rechtzeitig aus der Bindung kommt, dass man nicht einfach nach unten tritt sondern dem Kreisbogen folgt, wobei man tritt UND zieht

Man mache mal den Versuch, einfach nur nach unten zu treten und dann - bei absolut gleichen Krafteinsatz - diese Technik anzuwenden: Man wird plötzlich schneller...
Was nichts anderes heisst als dass der Wirkungsgrad (barfüssige Ingenieure wissen mit diesem Wort etwas anzufangen ) gesteigert wurde.


Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 601
Punkte: 248

12.06.2010 10:49
#8 RE: Geschwollene Füße nach Urlaubsreise Zitat · antworten

Hallo Rainer,

in knapp 2 Wochen habe ich einen Termin beim (völlig überlasteten) Hautarzt. Die Schwellung ist mittlerweile abgeklungen, die meisten Schorfstellen sind verschwunden, aber die Spuren sind noch deutlich sichtbar.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


Jay Offline




Beiträge: 702
Punkte: 695

12.06.2010 11:47
#9 RE: Geschwollene Füße nach Urlaubsreise Zitat · antworten

Hi Michael,

dann hat wohl doch RainerL recht gehabt (oder eben doch eine reine Folge der kumulierten Insektenstiche) - du hattest die Schorfstellen & somit die dermatologische Dimension der Sache nicht sehr betont; weswegen ich von einer orthopädischen Dimension ausging.

Gute Besserung weiterhin & freundliche BF-Grüße nach Zofingen von Jay, der früher auch viel Medizintechnik gemacht & viel in Ärzte-Lehrbüchern (in meiner Firmario kommen viele Ärzte vor) geschmökert hat.


RainerL Offline




Beiträge: 128
Punkte: 88

17.06.2010 13:03
#10 RE: Geschwollene Füße nach Urlaubsreise Zitat · antworten

Zitat von Michael aus Zofingen
Hallo Rainer,
in knapp 2 Wochen habe ich einen Termin beim (völlig überlasteten) Hautarzt. Die Schwellung ist mittlerweile abgeklungen, die meisten Schorfstellen sind verschwunden, aber die Spuren sind noch deutlich sichtbar.
Schöne Grüße
Michael aus Zofingen



Hallo Michael,

hört sich gut an. Weiterhin gute Besserung !

Barfüßige Grüße
Rainer


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