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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

Ein kleines demokratisches Forum für Leute, die gerne und überall barfuß laufen oder dies gerne mal
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Dieses Thema hat 19 Antworten
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tiptoe Offline




Beiträge: 551
Punkte: 100

10.08.2016 22:18
5-Minuten-Beitrag im Radio SRF Zitat · Antworten

http://www.srf.ch/play/radio/ratgeber/au...df-55cc17475048

"Warum barfuss gehen so gesund ist" - Christian Heel, Leiter der Spiraldynamik-Akademie Zürich, gibt Tipps zum Barfuss-Gehen


Markus U. Offline




Beiträge: 1.958
Punkte: 794

11.08.2016 11:36
#2 RE: 5-Minuten-Beitrag im Radio SRF Zitat · Antworten

Hi tiptoe,

wenns dem Ansehen und der Verbreitung des Barfußlaufens nutzt, solls mir recht sein. Aber bedarf es für etwas so natürliches einer "Gebrauchsanweisung" oder gar eines regelrechten Lehrganges? Für mich war es ganz einfach: Da ich zu Hause von jeher keine Schuhe trage, war ich einfach dazu übergegangen, so auch nach draußen zu gehen.

Interessanterweise habe ich in all den Jahren barfuß mehr Ungemach daheim als draußen erlitten: von einer zerstörten Telefondose (weil das Kabel zwischen meine Zehen geraten war) über einen angehauenen großen Zeh bis hin zu einem Sturze auf regennasser Kellertreppe.

Barfüßige Sommergrüße,
Markus U.


Bleifuß Offline



Beiträge: 221
Punkte: 81

11.08.2016 21:38
#3 RE: 5-Minuten-Beitrag im Radio SRF Zitat · Antworten

Spiraldynamik, das hört sich nach New-Age-Zeug an :-(

Tatsache war für mich auch nie das Problem die Geh-Technik sondern die Akzeptanz.

Und die meisten Unfälle passieren im Haushalt, wo man sich auskennt, sicher fühlt und nicht aufpasst.

/B


tiptoe Offline




Beiträge: 551
Punkte: 100

11.08.2016 21:57
#4 RE: 5-Minuten-Beitrag im Radio SRF Zitat · Antworten

Alle, die schon lange barfuß gehen, brauchen keinen lehrgang.
Kinder, wenn sie laufen lernen, auch nicht.
Aber erwachsene, die ihr leben lang schuhe getragen haben, meinen manchmal, es sei unmöglich, barfuß zu gehen.
Da kann eine anleitung, wo und wie sie das tun können, manchmal sehr hilfreich sein; es ist vielleicht nicht jedermanns sache, aber manche entdecken dann erst, wie angenehm das sein kann.

Im übrigen sind männer offenbar ängstlicher, zumindest in Gutach im Schwarzwald: http://www.schwarzwaldverein-gutach.de/i...d=46&Itemid=142


Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 730
Punkte: 384

12.08.2016 05:33
#5 RE: 5-Minuten-Beitrag im Radio SRF Zitat · Antworten

Hallo,

es gibt immer "geschäftstüchtige" Leute, die versuchen, mit Dingen, die man kostenlos haben kann, Geld zu verdienen. Und die Mittel, die dazu angewendet werden (etwa für Werbung), sind häufig stark übertrieben. In erster Linie geht es darum, potentielle Kunden zu überzeugen, daß "ihr" Produkt bzw. "ihre" Dienstleistung gerade das richtige ist und nicht das der Konkurrenz. Und wenn die nicht schlafende Konkurrenz ähnliches tut, dann glaubt der potentielle Kunde, es gehe nicht ohne. (Ich erinnere mich noch an ein ganz anderes Beispiel: In der Werbung von einem Mineralwasser hieß es: "Unser Mineralwasser wird selbstverständlich ständig kontrolliert!" Damit wird dem Käufer einsuggeriert, das das Mineralwasser der Konkurrenz nicht kontrolliert wird und somit gesundheitsschädlich sein könnte. In Wirklichkeit wird auch das normale Leitungswasser kontrolliert, was gesetzlich vorgeschrieben ist.)

Schlimm wird es erst, wenn Anbieter von solchen Kursen derart mächtig werden, daß sie obligatorisch werden. Als die ersten Autos im Umlauf waren, gab es ja auch noch keinen Führerschein. Beim heutigen Straßenverkehr zweifelt keiner an der Notwendigkeit von Führerscheinen. Heute gibt es überall Skischulen, und mich würde es nicht überraschen, wenn man irgendwann zwingend eine Skischule besuchen muß und eine Prüfung ablegen. Die Skischulen wären sicher dafür.

Ich glaube aber nicht, daß es mal einen "Barfußführerschein" geben wird und nur Personen, die einen solchen besitzen, dürfen im öffentlichen Raum barfuß laufen. Und wer keinen besitzt, wird gebüßt, wie es beim Autofahren ist. Eher noch glaube ich, daß barfuß nur noch an den vorgesehenen Orten (z.B. Barfußparks) erlaubt ist, für teures Geld. Genauso wie ich die Befürchtung habe, daß man in Zukunft nur noch in überteuerten bebademeisterten Schwimmbädern schwimmen darf, nicht mehr einfach so im Fluß oder See. Das "Scheinargument" wären die immer mehr zunehmenden Ertrinkungsfälle, das wahre Argument wäre dagegen das Geld scheffeln.

Nachdenkliche Grüße
Michael aus Zofingen


drtoivowillmann Offline



Beiträge: 355
Punkte: 2

12.08.2016 07:05
#6 RE: 5-Minuten-Beitrag im Radio SRF Zitat · Antworten

Lieber Michael:

Barfuß zu laufen, ist ein Naturrecht des Menschen.
Wenn man versucht, es einzuschränken gibt es nur eines: zivilen Ungehorsam!
Wer es mit einer Idee wirklich ernst meint, macht auch dann weiter, wenn es gar nicht mehr lustig ist.

Grüsse: Toivo


tiptoe Offline




Beiträge: 551
Punkte: 100

12.08.2016 14:33
#7 RE: 5-Minuten-Beitrag im Radio SRF Zitat · Antworten

So ist das, es ist schließlich nichts unanständiges.

Die verwunderten reaktionen sind nur darauf zurückzuführen, dass unser gehirn alles gewohnte ausblendet und sich auf die ungewohnten eindrücke konzentriert.
Barfuß zu gehen ist irgendwo auf der schwelle von "so selten, dass niemand daran denkt, es zu verbieten" zu "harmlose absonderlichkeit"; bei uns in Mitteleuropa sind die reaktionen aber meistens zurückhaltend (den meisten ist es egal, auch wenn sie innerlich den kopf schütteln mögen - sollen sie es halt tun).

Wir sind schließlich nicht in Ruanda, wo alles verboten ist, was aus sicht der regierung den anschein von armut und rückständigkeit macht. http://www.ozy.com/acumen/why-one-countr...bare-feet/70005

Selbst etwas so harmloses und weit verbreitetes wie im sommer eine kurze hose zu tragen (was für männer angeblich nicht statthaft war/ist?) veranlasst kolumnen wie diese http://derstandard.at/2000042000815/Haar...in-kurzen-Hosen

(Bei der hosenfrage gehe ich ganz pragmatisch nach der temperatur ohne irgendwelche ambitionen, temperaturgrenzen auszudehnen.)

Aber ich glaube, viele denken gar nicht bis "ist das anständig?", sondern glauben, es sei völlig unmöglich oder zumindest fürchterlich schmerzhaft, außerhalb der kleinen privaten wohlfühlzone barfuß zu gehen; die angst vor schmutz wird auch übertrieben (es ist alles so ekelhaft dreckig und ich kriege das nie wieder sauber) - dabei kann ich stundenlang in der stadt spazierengehen ohne nennenswerte spuren.


drtoivowillmann Offline



Beiträge: 355
Punkte: 2

12.08.2016 17:45
#8 RE: 5-Minuten-Beitrag im Radio SRF Zitat · Antworten

Danke, lieber Tiptoe!

* Wer sich seiner armen Leute schämt oder seiner armen Gegenwart oder Vergangenheit, von dem haben arme Leute nichts gutes zu erwarten, vor allem kein Verständnis und keinen Respekt.
Wäre ich Bundeskanzler, würde ich ab jetzt all meine Diplomaten nur noch barfuß nach Ruanda schicken. Sollte Ruanda deshalb all meine Diplomaten ausweisen: sollen Sie doch!
* Zum Glück schweigen die meisten, wenn sie uns barfuß sehen. Aber was ist mit dehnen, die dann zetern, uns irgendwo rausschmeißen wollen oder die Polizei um Hilfe rufen, um uns das barfuß gehen zu verbieten?
Ruanda ist eine totalitäre Diktatur. Da liegt doch die Schlussfolgerung nahe, dass die, die unser Barfuß-Gehen verfolgen, selbst keine Demokraten sondern lupenreine Faschisten, also Staatsfeinde, bzw. Feinde unserer Demokratie sind.
Vielleicht sollten wir auch Nicht-Barfüßer darauf aufmerksam machen.
Hätte ich einen Betrieb, ich würde solche Leute unter irgendeinem Vorwand feuern.
Toivo, das ist ja polizeistaatlich! Schon mal was von einer wehrhaften Demokratie gehört?

Grüsse: Toivo


Dieter (Bochum) Offline




Beiträge: 1.367
Punkte: 1

13.08.2016 17:31
#9 RE: 5-Minuten-Beitrag im Radio SRF Zitat · Antworten

Hallo Toivo und allesamt,

der ehemalige regierende Bürgermeister von Berlin sagte auf einer
Love-Parade ins Fernsehmikrofon: "Ich bin schwul. Und das ist auch gut so."
Wir brauchen also nur zu sagen: "Ich bin barfuß. Und das ist auch gut so."

Es ist mittlerweile ja verboten, Schwule zu diskriminieren.
Also können und dürfen Barfüßer/innen erst recht nicht diskriminiert werden.
Unser "Booker" aus Hamm ist diesbezüglich ja auch ein Glücksfall, auf den wir
uns, besonders bei Polizeikontrollen, jederzeit berufen können und sollten, wenn
wir wegen Barfüßigkeit tatsächlich mal diskriminiert werden sollten.

Liebe Grüße von Dieter aus Unna


drtoivowillmann Offline



Beiträge: 355
Punkte: 2

13.08.2016 18:11
#10 RE: 5-Minuten-Beitrag im Radio SRF Zitat · Antworten

Lieber Dieter:

Gut gebrüllt, Löwe!

Grüsse: Toivo


tiptoe Offline




Beiträge: 551
Punkte: 100

13.08.2016 20:41
#11 RE: 5-Minuten-Beitrag im Radio SRF Zitat · Antworten

Zitat von Dieter (Bochum) im Beitrag #9

Es ist mittlerweile ja verboten, Schwule zu diskriminieren.
Also können und dürfen Barfüßer/innen erst recht nicht diskriminiert werden.


Ich bin kein jurist, aber das deutsche grundgesetz "Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden." und die österreichische verfassung "Vorrechte der Geburt, des Geschlechtes, des Standes, der Klasse und des Bekenntnisses sind ausgeschlossen. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden." listen eigenschaften auf, die wir uns nicht aussuchen können (außerdem glauben/anschauung).

Wie wir uns kleiden, dazu gehört auch die wahl optionaler bekleidungsstücke wie kopfbedeckungen oder schuhe, ist etwas, das wir (im rahmen der uns zur verfügung stehenden kleidungsstücke) selbst bestimmen, daher sind dresscodes auch zulässig. Wer barfuß geht, übertritt damit kein gesetz - ich kann mir nicht vorstellen, dass OWiG §118 "Ordnungswidrig handelt, wer eine grob ungehörige Handlung vornimmt, die geeignet ist, die Allgemeinheit zu belästigen oder zu gefährden und die öffentliche Ordnung zu beeinträchtigen" so interpretiert werden kann; https://de.wikipedia.org/wiki/Bel%C3%A4s...r_Allgemeinheit führt jedoch ein urteil auf, nach dem "Spazieren in Badehose im Hof eines Kurhauses" vom Bayerischen Obersten Landesgericht als ordnungswidrig eingestuft wurde. Da kann ich nur den kopf schütteln, dass es so eine lappalie mal bis in die obersten gerichte geschafft hat.

Ich lese ab und zu auf der mailingliste der in den USA gegründeten Society for barefoot living mit und dort versuchen es manche damit, dass sie aufgrund einer körperlichen beeinträchtigung nur barfuß gehen können. Ich weiß nicht, ob es schon mal jemand über die religiöse schiene erfolgreich versucht hat (Jainismus vielleicht?) Eine hypothetische religion, die mit dem hauptzweck gegründet wird, den leuten das barfußgehen zu ermöglichen, würde womöglich nicht als schutzwürdig anerkannt.

Zitat
Unser "Booker" aus Hamm ist diesbezüglich ja auch ein Glücksfall, auf den wir
uns, besonders bei Polizeikontrollen, jederzeit berufen können und sollten, wenn
wir wegen Barfüßigkeit tatsächlich mal diskriminiert werden sollten.



Inwiefern?

Zum glück lassen sich die situationen, in denen jemand bei uns barfuß in echte schwierigkeiten geriete, an händen und füßen abzählen (am ehesten gibt es wohl probleme mit dem arbeitgeber je nach arbeitsstelle).


Andi53 Offline




Beiträge: 78

14.08.2016 11:17
#12 RE: 5-Minuten-Beitrag im Radio SRF Zitat · Antworten

Hallo an alle,

wenn man die Diskussion hier verfolgt, könnte man (als Anfänger) meinen, das Barfussgehen etwas exotisches (in Ruanda angeblich sogar verboten), fast kriminelles da gelegentlich offensichtlich sogar polizeilich geahndetes und manchmal sogar gesundheitsgefährlich ist. Meiner Meinung nach ist das alles zu vernachlässigen. Ich gehe jetzt selbst seit fast 3 jahren mehr oder weniger regelmäßig barfuss. Beim Einkaufen in allen möglichen größeren oder kleineren Geschäften gab es nie Probleme. In Selbstbedienungsrestaurants auch nicht. Kein Polizist hat sich je dafür interessiert. Verletzungen blieben völlig aus.

Ich weiß auch, mit Verlaub, nicht was ich aus Bekleidungsvorschriften in Ruanda schlussfolgern soll. Irgendwo hab ich mal gelesen das Schüler in Südafrika sogar angehalten werden, barfuss in die schule zu gehen. Das wäre ein positives Beispiel, andere Länder andere Sitten. Ich brauch ehrlich gesagt kein Grundrecht auf Barfussgehen. Genausowenig wie ein Grundrecht auf lange Haare oder eine Glatze. Solche Diskussionen kenne ich aus längst vergangenen DDR-Zeiten, auch wie so etwas tatsächlich sanktioniert werden konnte. Ich gehe einfach barfuss wo und wann ich will. Wenn es mal irgendwo Probleme geben sollte meide ich die entsprechende Örtlichkeit, schließlich gibt es tatsächlich genug Alternativen.

Das zuwenig Leute im Alltag barfuss gehen hängt wohl eher mit modischen Tendenzen oder auch mit tatsächlichen Unbequemlichkeiten beim Verzicht auf Schuhe zusammen. Und da finde ich schon solche Radio-beiträge wichtig und richtig. Ob ich nun den spirituellen Ansatz teile oder nicht sei mal dahingestellt.

LG Andi


tiptoe Offline




Beiträge: 551
Punkte: 100

14.08.2016 14:19
#13 RE: 5-Minuten-Beitrag im Radio SRF Zitat · Antworten

So ist das auch bei mir, weitestgehend problemlos. Ich begebe mich fast täglich barfuß in die öffentlichkeit und die meisten tage reagiert gar niemand.

Mit den südafrikanischen schulen sieht es so aus: Allgemein sind uniformen vorgeschrieben; die sommervariante davon erlaubt es zumindest in den jüngeren jahrgängen, barfuß zu kommen (und das tun etliche auch).
Allerdings ist das ab einem gewissen alter oft nicht mehr erlaubt und ich halte uniformen zum lernen sowieso für überflüssig und würde mir solche zustände daher hier nicht wünschen.

Dass es so selten ist, ist wohl auch auf irrtümer zurückzuführen. Viele glauben, dass sie sich viel leichter verletzen, erkälten oder erfrierungen zuziehen, als das tatsächlich der fall ist. Da sie nie ihre grenzen ausgelotet haben, kennen sie sie nicht und setzen sie vorsichtshalber viel zu gering an; damit geht ihnen aber auch viel genuss verloren. Wir haben dort viele nerven und wenn die was zu spüren kriegen, geht es uns allgemein besser.

Solche irrtümer (dazu gehören auch regeln wie "in monaten mit r immer schuhe tragen") könnten eigentlich in einer passenden schulstunde ausgeräumt werden mit einer ermunterung der schüler, das nächste mal barfuß zu kommen ... kleine sonntagsträumerei.


Dieter (Bochum) Offline




Beiträge: 1.367
Punkte: 1

14.08.2016 14:31
#14 RE: 5-Minuten-Beitrag im Radio SRF Zitat · Antworten

Hallo,

abschließend zu diesem Thema noch ein Gedanke oder eine Frage:

Wenn beispielsweise ein Fußfetischist öffentlich barfuß geht,

wäre es nicht eine Diskriminierung wegen Vorlieben, dies zu beanstanden?

Liebe Grüße von Dieter aus Unna


Andi53 Offline




Beiträge: 78

15.08.2016 08:38
#15 RE: 5-Minuten-Beitrag im Radio SRF Zitat · Antworten

Hallo Dieter,

es gibt alle möglichen Fetischisten. U.a. auch Schuhfetischisten. Nach dieser Logik müssten ja auch Schuhfetischisten beanstandet werden, die in der Öffentlichkeit Schuhe tragen :-) Also das kann es nicht sein. Zu beanstanden ist lediglich die Ausübung sexueller Handlungen in der Öffentlichkeit, und das kann zu einer Auslegungssache werden. Aber wenn ein Fußfetischist (zu fragen wäre an dieser stelle auch wer das Etikett "Fußfetischist" unter welchen Umständen verliehen hat) in der Öffentlichkeit einfach barfuss unterwegs ist, sehe ich das tatsächlich auch als Diskriminierung, soetwas zu beanstanden.

LG Andi


André Uhres Offline

Admin


Beiträge: 2.089
Punkte: 317

16.08.2016 08:33
#16 RE: 5-Minuten-Beitrag im Radio SRF Zitat · Antworten

Neulich hat eine handvoll Polizisten mich mit Gewalt festgenommen,
aus einem gänzlich nichtigen Grund, wie sich bald herausstellte.
Während des Gesprächs bemerkte einer dieser Herren:
"Und dann gehen Sie auch noch barfuß! Aber gut, das kann man ja noch verstehen."

Ja, man kann vieles verstehen, wenn man nur will!


Markus U. Offline




Beiträge: 1.958
Punkte: 794

17.08.2016 15:36
#17 RE: 5-Minuten-Beitrag im Radio SRF Zitat · Antworten

Zitat von drtoivowillmann
* Wer sich seiner armen Leute schämt oder seiner armen Gegenwart oder Vergangenheit, von dem haben arme Leute nichts gutes zu erwarten, vor allem kein Verständnis und keinen Respekt.



Hi Toivo,

irgendein Papst (war es Johannes Paul II. oder Franziskus?) sagte, ein Land sei daran zu messen, wie es mit seinen Armen umgehe. Dieser Aussage kann ich nur beipflichten.

Zitat von drtoivowillmann
* Zum Glück schweigen die meisten, wenn sie uns barfuß sehen. Aber was ist mit dehnen, die dann zetern, uns irgendwo rausschmeißen wollen oder die Polizei um Hilfe rufen, um uns das barfuß gehen zu verbieten?



Wer wegen des Anblicks eines Barfüßigen zu "zetern" anfängt (hab' ich bisher erst ein einziges Mal erlebt), macht sich nur selbst lächerlich. Wenn mich jemand rausschmeißt (kam bisher zweimal vor) oder mir den Einlaß verweigert, weil ich barfuß bin, muß ich das hinnehmen (Hausrecht). Und daß jemand wegen eines Barfüßigen die Polizei ruft, kommt mir ziemlich abwegig vor, sofern die Person weder eine Straftat begeht noch einen hilflosen Eindruck macht. Es ist nicht einmal sicher, daß die Polizei dann überhaupt käme (daß die Kölner Polizei es nicht für nötig hielt, wegen einer eingeschlagenen Windschutzscheibe anzurükken [es war nicht die meinige, sondern die eines anderen Kirchenbesuchers], habe ich selbst erlebt).

Zitat von drtoivowillmann
Ruanda ist eine totalitäre Diktatur. Da liegt doch die Schlussfolgerung nahe, dass die, die unser Barfuß-Gehen verfolgen, selbst keine Demokraten sondern lupenreine Faschisten, also Staatsfeinde, bzw. Feinde unserer Demokratie sind.
Vielleicht sollten wir auch Nicht-Barfüßer darauf aufmerksam machen.



Ich bin dafür, die diplomatischen Beziehungen zu Ruanda, Monaco und Saudi- Arabien abzubrechen und Wirtschaftssanktionen gegen diese Länder zu verhängen (samt Einreiseverboten für führende Persönlichkeiten).

Barfüßige Sommergrüße,
Markus U.


Markus U. Offline




Beiträge: 1.958
Punkte: 794

17.08.2016 15:52
#18 RE: 5-Minuten-Beitrag im Radio SRF Zitat · Antworten

Hi tiptoe, hi Andi,

ein ausdrückliches "Grundrecht auf Barfüßigkeit" gibt es zwar nicht; es ist jedoch ähnlich wie die Wahl der sonstigen Kleidung oder der Haartracht als Konkretisierung des Grundrechts auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit anzusehen (Art. 2 Abs. 1 GG: "Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder gegen das Sittengesetz verstößt.").

Barfüßige Sommergrüße,
Markus U.


drtoivowillmann Offline



Beiträge: 355
Punkte: 2

17.08.2016 16:38
#19 RE: 5-Minuten-Beitrag im Radio SRF Zitat · Antworten

Zitat von Markus U. im Beitrag #17


irgendein Papst (war es Johannes Paul II. oder Franziskus?) sagte, ein Land sei daran zu messen, wie es mit seinen Armen umgehe. Dieser Aussage kann ich nur beipflichten.

Bravo!

Und daß jemand wegen eines Barfüßigen die Polizei ruft, kommt mir ziemlich abwegig vor, sofern die Person weder eine Straftat begeht noch einen hilflosen Eindruck macht.

Ist mir schon 3x passiert. Immer, wenn die Bullen meinetwegen kamen, gaben sie an, man habe sie wegen meiner Barfüssigkeit gerufen. Alle 3 Fälle habe ich in diesem Forum berichtet.

Ich bin dafür, die diplomatischen Beziehungen zu Ruanda, Monaco und Saudi- Arabien abzubrechen und Wirtschaftssanktionen gegen diese Länder zu verhängen (samt Einreiseverboten für führende Persönlichkeiten).

Bravo!




Lieber Markus: Danke! Toivo


Bleifuß Offline



Beiträge: 221
Punkte: 81

17.08.2016 20:14
#20 RE: 5-Minuten-Beitrag im Radio SRF Zitat · Antworten

Zitat von Markus U. im Beitrag #18
"gegen das Sittengesetz verstößt"


Das hört sich für mich doch sehr nach Gummiparagraph an.

/B


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