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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 276 mal aufgerufen
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 Barfuß und Leben
Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 670
Punkte: 248

05.05.2019 14:39
"Schuhfreie Zone", wir bitten um Verständnis Zitat · Antworten

Hallo,

solch ein Schild sah ich letzten Freitag in der Kabine eines Zofinger Chiropraktikers. Patienten wurden gebeten, sich ihrer Schuhe zu entledigen, da die Praxis "Schuhfreie Zone" sei. Abgebildet waren ein Gummistiefel, ein hochhackiger Damenschuh und ein Wanderschuh. Weiterhin wurde um Verständnis gebeten.

Selbstverständlich hatte ich Verständnis dafür, keinen Dreck mit den Schuhsohlen in die Praxis zu schleppen. Allerdings konnte ich der Aufforderung, meine Schuhe auszuziehen, "leider" nicht nachkommen - mangels Schuhe. Der Chiropraktiker sagte nichts zu meiner Barfüßigkeit. Ob er angenommen hat, daß ich sockenlos gekommen war und meine Schuhe in der Kabine gelassen habe. Oder wußte er Bescheid, daß ich gleich ohne Schuhe gekommen war. Die Empfangsdame hatte mich diesbezüglich nicht angesprochen, dürfte es jedoch aufgrund Einrichtung mitbekommen haben (schließlich hatte ich meine Füße nicht verstohlen unter Schlaghosen oder ähnlichem getarnt, sondern war in T-Shirt und kurzen Hosen gekommen. Da die Praxis in der Zofinger Altstadt liegt, dürfte man mich bestimmt schon öfters gesehen haben; immerhin lautete ein Satz des Chiropraktikers: "Sie sind ja beim Velofahren oft in Bewegung!"

Der Grund meines Besuchs beim Chiropraktiker war weniger erfreulich. Vor 17 Jahren, also noch vor meiner Barfußzeit, war ich schon mal dort. Ich hatte Probleme mit dem Rücken und konnte mein linkes Knie nicht durchtreten. Damals konnte sein damaliger Mitarbeiter mir helfen, ich konnte wieder schmerzfrei gehen. Das linke Knie ist aber erst langsam durch Barfußlaufen gerade geworden. Nun hat es mein rechtes Knie erwischt. Etwa im März dieses Jahr hatte ich es mitbekommen, mehr per Zufall, weil ich festgestellt hatte, daß mein linker Fuß an einem Montag stärker geschwollen war als der rechte. Ich führte es auf die Sicherheitsschuhe, die ich am Arbeitsplatz trug, zurück. Ich wollte mich schon mit der Krankenkasse in Verbindung setzen, verschob es aber, da mein Mitarbeiter nach einem Skiunfall etliche Wochen ausfiel. Ich hatte schon den Eindruck, daß es mit meinem Knie besser wurde.

Zu Ostern war warmes Wetter, vermutlich hatte ich mich da körperlich verausgabt: Ich war zwar nur bis an die Aare bei Ruppoldingen gefahren, hatte dort aber eher ungewöhnliches gemacht, z.B. von Bibern gefällte Baumstämme aus dem Weg geräumt, störende Brombeerranken abgeschnitten, einzelne Steine aus dem Weg geräumt. Kurz gesagt: Ich wollte "meinen" Weg von meinem Liegeplatz und dem Ausstieg aus der Aare so herrichten, daß ich ihn im Sommer derart schnell begehen kann, daß mich feindliche Mükken und Brähmen nicht einholen. Und zum Ausgleich hatte ich auch noch Äste von Bäumen und ähnliches als Sportgeräte mißbraucht. Anders als in kommerziellen Fitneßstudios war die Anzugsordnung deutlich weniger streng, es gab also kein Barfußverbot und auch keine Anordnung, daß das Tragen von kurzen Hosen und ärmelloser Oberbekleidung Frauen vorbehalten sei.

Am ersten Arbeitstag nach Ostern hatte ich prompt einen Muskelkater. Zumindest am Arbeitsplatz (mit Sicherheitsschuhen und langen Hosen) konnte ich nur humpeln, in der Freizeit (barfuß und in kurzen Hosen) merkte ich weniger. Schließlich stellten sich auch noch Scherzen im rechten Knie ein beim Gehen mit Schuhen, vor allem aber beim Treppensteigen (weshalb ich am Arbeitsplatz ausnahmsweise den Lift benutzte). Ebenso holte ich mir einen Termin beim Chiropraktiker (leider dauerte es etwa eine Woche, bis ich einen Termin hatte). Der meinte, daß ich mich auch noch bei einem Orthopäden melden sollte, da er befürchtete, daß etwas anderes dahinterstecken könnte. Den Termin habe ich am morgigen Montag, die Krankenkasse hat mich an einen in Olten verwiesen.

Seit letzten Mittwoch in mein Mitarbeiter wieder in der Firma, vorerst nur halbtags und an Krücken. Ich hoffe nicht, daß ich auch noch an Krücken gehen muß, die sind so unhandlich beim Velofahren, was erstaunlich gut funktioniert (nach dem Velofahren ist Gehen weniger anstrengend als wenn ich lange gesessen habe oder im Bett gelegen). Mein Mitarbeiter (er wohnt in Basel) benutzt die Bahn zum Pendeln. Um Einkäufe und dergleichen braucht er sich auch nicht kümmern, das besorgt seine Frau. Ich kann und will dergleichen nicht an andere Personen delegieren.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


Montanara Offline




Beiträge: 138

05.05.2019 17:02
#2 RE: "Schuhfreie Zone", wir bitten um Verständnis Zitat · Antworten

Michael aus Zofingen:

Um Einkäufe und dergleichen braucht er sich auch nicht kümmern, das besorgt seine Frau. Ich kann und will dergleichen nicht an andere Personen delegieren.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen

Sowas muss man auch nicht delegieren. Das passiert einfach so, wenn man zusammen lebt - man hilft sich gegenseitig und das ganz selbstverständlich. Das ist auch ein Zeichen der Zuneigung! - Ist man irgendwie nicht fit, ist man oft froh drum, wenn einem was abgenommen wird!

Wie auch immer: Danke für das Posten des Schildes - sowas erfreut uns alle😀. Vor allem aber gute Besserung. Und solltest Du doch Krücken brauchen: Ich habe nicht die geringsten Zweifel, dass Dir eine gescheite Löszung zwecks Transport auf dem Velo einfallen wird!😎

Liebe Grüsse

Dorothea


Lebenskünstler Offline

Admin


Beiträge: 515

06.05.2019 21:19
#3 RE: "Schuhfreie Zone", wir bitten um Verständnis Zitat · Antworten

Zitat von Michael aus Zofingen
solch ein Schild sah ich letzten Freitag in der Kabine eines Zofinger Chiropraktikers. Patienten wurden gebeten, sich ihrer Schuhe zu entledigen, da die Praxis "Schuhfreie Zone" sei. Abgebildet waren ein Gummistiefel, ein hochhackiger Damenschuh und ein Wanderschuh. Weiterhin wurde um Verständnis gebeten.



Der Chiropraktiker weiss wohl, warum er die Praxis als schuhfreie Zone erklärt hat. Sie sehen ja täglich die Folgen der hochhackigen Damenschuhe auf den Bewegungsapparat. Gummistiefel dürften auch nicht gerade ein gesundes Fussklima hervorrufen.

Zitat von Michael aus Zofingen
Zu Ostern war warmes Wetter, vermutlich hatte ich mich da körperlich verausgabt: Ich war zwar nur bis an die Aare bei Ruppoldingen gefahren, hatte dort aber eher ungewöhnliches gemacht, z.B. von Bibern gefällte Baumstämme aus dem Weg geräumt, störende Brombeerranken abgeschnitten, einzelne Steine aus dem Weg geräumt. Kurz gesagt: Ich wollte "meinen" Weg von meinem Liegeplatz und dem Ausstieg aus der Aare so herrichten, daß ich ihn im Sommer derart schnell begehen kann, daß mich feindliche Mükken und Brähmen nicht einholen. Und zum Ausgleich hatte ich auch noch Äste von Bäumen und ähnliches als Sportgeräte mißbraucht.



Das soll mal einer nachmachen. Respekt !
Es wird sicher jeden freuen, der diesen Weg ausser dir auch gerne benutzt. Auch wenn sie nicht wissen wer da ordentlich hingelangt hat, sie werden es dir im Stillen danken.

Zitat von Michael aus Zofingen
Ebenso holte ich mir einen Termin beim Chiropraktiker (leider dauerte es etwa eine Woche, bis ich einen Termin hatte).



Eine Woche nur ? du Glücklicher! Bei uns wartet man teilweise monatelang.
Gute Besserung wünsch ich dir !

Zitat von Montanara
Sowas muss man auch nicht delegieren. Das passiert einfach so, wenn man zusammen lebt - man hilft sich gegenseitig und das ganz selbstverständlich. Das ist auch ein Zeichen der Zuneigung! - Ist man irgendwie nicht fit, ist man oft froh drum, wenn einem was abgenommen wird!



Nicht nur wenn man zusammenlebt - wie du mit deiner Familie, oder ich mit meinem Freund (der mich angesichts des immer noch unübersichtlichen Mikadohaufes aus Holzstämmen und Ästen in meinem Garten täglich lecker bekocht)

Bei uns in der Kleinstadt ist es ganz selbstverständlich dass die Jungen und Kräftigen denjenigen helfen, die nicht mehr so können wie sie wollen. Ganz ohne dass man sie erst drum bitten müsste. Schön, dass mich die Einheimischen in ihre Gemeinschaft mit aufgenommen haben.

liebe Grüsse Gabriel


Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 670
Punkte: 248

07.05.2019 05:11
#4 RE: "Schuhfreie Zone", wir bitten um Verständnis Zitat · Antworten

Zitat von Michael aus Zofingen
Zu Ostern war warmes Wetter, vermutlich hatte ich mich da körperlich verausgabt: Ich war zwar nur bis an die Aare bei Ruppoldingen gefahren, hatte dort aber eher ungewöhnliches gemacht, z.B. von Bibern gefällte Baumstämme aus dem Weg geräumt, störende Brombeerranken abgeschnitten, einzelne Steine aus dem Weg geräumt. Kurz gesagt: Ich wollte "meinen" Weg von meinem Liegeplatz und dem Ausstieg aus der Aare so herrichten, daß ich ihn im Sommer derart schnell begehen kann, daß mich feindliche Mükken und Brähmen nicht einholen. Und zum Ausgleich hatte ich auch noch Äste von Bäumen und ähnliches als Sportgeräte mißbraucht.



Das soll mal einer nachmachen. Respekt !
Es wird sicher jeden freuen, der diesen Weg ausser dir auch gerne benutzt. Auch wenn sie nicht wissen wer da ordentlich hingelangt hat, sie werden es dir im Stillen danken.

[/quote]

Hallo,

ich hoffe nicht, daß allzu viele Leute diesen Trampelpfad benutzen. Sonst kommen womöglich die falschen Leute, die dann irgendwo Feuer machen, Abfälle liegen lassen, die Musikanlagen auf volle Lautstärke drehen usw. Zum Glück führt dieser Weg nicht zu einem Platz, wo man das 4rad abstellen kann.

Ich war gestern barfuß in einer Arztpraxis in Olten, der Arzt hat mir ein "Medikament aus der Region" verschrieben, Freitag muß ich wieder hin.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


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