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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 34 Antworten
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 Barfuß und Leben
Seiten 1 | 2
Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.943
Punkte: 794

19.10.2012 17:42
Barfuß ist heikel in französischen Supermärkten Zitat · antworten

Hi zusammen,

schon im alten HBF hatte es immer wieder Berichte gegeben, daß Barfüßer aus französischen Supermärkten rausgeschmissen wurden. Letzte Woche habe ich es selber erlebt: Während barfuß im "Super U" in Chamonix- Mont Blanc und den anderen Läden dort völlig unproblematisch war, wurden Leo und ich am Samstag, dem 13.10.2012 im "Carrefour" in Albertville schon nach wenigen Minuten von einem uniformierten Sicherheitsfuzzi unter Hinweis auf unsere nackten Füße barsch aufgefordert, den Laden innerhalb der nächsten zwei Minuten zu verlassen. Immerhin gelang es uns, dort eine Flasche Wein zu erstehen. An der Kasse wurden wir sogar noch vorgelassen, damit wir auch nur ja schnell genug draußen waren.

Mir ist indessen nicht klar, welche Bewandtnis es damit hat. Gibt es in Frankreich eine Sicherheitshysterie, die das Unternehmen befürchten läßt, mit aberwitzigen Schadensersatzforderungen konfrontiert zu werden, falls eine barfüßige Person sich einen Glassplitter oder so eintritt, oder befürchtet man, daß barfüßige Kunden (barfuß = arm und schlampig) der Reputation des Ladens abträglich sein könnten?

Barfüßige Herbstgrüße,
Markus U.


Engel Offline

Admin


Beiträge: 1.438
Punkte: 666

19.10.2012 19:57
#2 RE: Barfuß ist heikel in französischen Supermärkten Zitat · antworten

Ich tippe auf Letzteres.
Wenn in Europa noch irgendwo an SS, SA, Stasi erinnernde Sicherheitsorgane unterwegs sind, dann sind das nicht, wie oft von Micha behauptet die Schweizer, sondern die Franzosen.
Ein Schweizer Bulle drangsaliert einen wenigstens nur verbal. Bei den Froschfressern kanns schon mal passieren das gleich kräftig hingelangt wird (hab ich selbst schon erlebt).

Gruß Engel




rot/kursiv geschriebene Beiträge beziehen sich auf meine Funktion als Admin / Mod und spiegeln nicht zwingend meine Meinung als normaler User wieder.


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Leo Offline



Beiträge: 693
Punkte: 484

19.10.2012 22:21
#3 RE: Barfuß ist heikel in französischen Supermärkten Zitat · antworten

Hallo,

Zitat von Markus U
…Barfüßer aus französischen Supermärkten rausgeschmissen wurden. Letzte Woche habe ich es selber erlebt: Während barfuß im "Super U" in Chamonix- Mont Blanc und den anderen Läden dort völlig unproblematisch war, wurden Leo und ich am Samstag, dem 13.10.2012 im "Carrefour" in Albertville schon nach wenigen Minuten von einem uniformierten Sicherheitsfuzzi unter Hinweis auf unsere nackten Füße barsch aufgefordert, den Laden innerhalb der nächsten zwei Minuten zu verlassen. Immerhin gelang es uns, dort eine Flasche Wein zu erstehen. An der Kasse wurden wir sogar noch vorgelassen, damit wir auch nur ja schnell genug draußen waren.



im Gegensatz zu diversen Erlebnissen in Spanien war man eigentlich in allen Supermärkten sehr freundlich, wenn auch in der Sache konsequent. Außerdem scheint zu gelten: Je größer der Markt, desto größer die Probleme:

1. Hyper U in Agde(34): Man reichte mir die online bestellte Kundenkarte zwar noch anstandslos aus, der Sicherheitsmann sprach mich aber danach sofort beim Passieren des Eingangsdrehkreuzes an. Er war dabei sehr höflich und betonte, er würde die Regeln nicht machen, sondern müsse Sie nur durchsetzen. Da ich nach langer Fahrt müde war, zog ich Flip-Flops an und erledigte meinen ersten (und trotz einwöchigen Aufenthalts allerdings auch letzten) Einkauf dort in Flipflops.

2. Kleinere Märkte, insbesondere “Petit Casino“s: Überhaupt kein Problem - auch nicht im Nudistendorf, wo ich alle Einkäufe ohne Beanstandung barfuß bis zum Hals erledigen konnte.

3. (Mittlerer) Casino bei Nizza(06): Der Wachmann sprach mich an, bat mich beim nächsten Mal doch in Schuhen zu kommen (er müsse das jetzt pflichtgemäß sagen, sonst kriege er selbst Ärger), aber er hätte damit seine Pflicht erfüllt und diesen Einkauf könne ich in Ruhe barfuß beendigen. Ich habe mich danach noch nett mit ihm unterhalten und ihm (durch meinen deutschen Akzent offenbar aufmerksam geworden) noch einige Fragen zu deutschen Wörtern beantwortet.

4. Alle Aldis (2 in Le Ciotat(13), Albertville(73), Sallanches(74)): Keine Probleme

5. Ein Lidl im Süden(34/13): Keine Probleme

6. Irgendein Carrefour nähe Montpellier/Beziers(34): Recht schnippischer Empfang, ich antworte genau so schnippisch, dann müsse ich eben mein Geld woanders hin tragen, ebenso schnippischer Abschied, man hätte damit keine Probleme.

7. Der von Markus angesprochene Carrefour in Albertville(73): Zwar war die Vorgabe barsch (“Wenn Sie jetzt sofort zur Kasse gehen., ist es OK, aber wenn Sie sich 2 Minuten länger aufhalten, müssen sie unbedingt Schuhe” (die sich im Auto befanden - wie sollten wir welche anziehen?) “anziehen!”).Aber davor kam zuerst eine recht freundliche Einleitung auf Französisch, er mache nicht die Regeln, sondern müsse sie nur durchsetzen.

8. An der Barfußfreundlichkeit des Super U in Chamonix-Mont-Blanc(74) hat sich seit 2005 absolut nichts geändert. Allerdings war auch ein großer Teil der sonstigen Kundschaft ebenfalls nicht sonderlich stromlinienförmig (wie. z.B. abends durchgeschwitzte Alpinisten in Rasta-Locken), so daß wir deutlich weniger auffielen als beim Samstagseinkauf der sonst offenbar gewünschten Spießer-Kundschaft anderswo.

Können sich die Ketten Carrefour, U, Casino evtl. vorstellen, warum ich Aldi bei meinem Frankreich-Aufenthalt bevorzugte?

(Carrefour in http://de.wikipedia.org/wiki/Liptovsk%C3...kul%C3%A1%C5%A1 in der Slowakei habe ich 2009 dagegen eine Woche lang täglich unbeanstandet besucht.)


Gruß

Leo


Dieter (Bochum) Offline




Beiträge: 681

19.10.2012 23:07
#4 RE: Barfuß ist heikel in französischen Supermärkten Zitat · antworten

Hallo Markus,

ich glaube nicht, dass das Barfußverbot auf Sicherheitsbedenken basiert. Die Franzosen scheinen öffentliche Barfüßigkeit als eine öffentliche sexuelle Handlung zu empfinden und solche abzulehnen. Ich erinnere mich an Brigitte Bardot, Gunter Sachs und ihre Freunde in Marbella. Die haben damals wegen "öffentlicher Unzucht" als Erste ein öffentliches Barfußverbot erteilt bekommen.

LBFG Dieter (Bochum)


André Uhres Offline




Beiträge: 630
Punkte: 3

20.10.2012 07:03
#5 RE: Barfuß ist heikel in französischen Supermärkten Zitat · antworten

Zitat von Leo im Beitrag #3
Können sich die Ketten Carrefour, U, Casino evtl. vorstellen, warum ich Aldi bei meinem Frankreich-Aufenthalt bevorzugte?


Ich frage mich generell, ob die wenigen noch existierenden "Barfußfeinde" sich bewusst sind, dass sie auf weiter Flur völlig allein da stehen, quasi ein Relikt aus uralten Zeiten! Erfreulich ist für uns, dass die Art offenbar am Aussterben ist, trotz aller Hartnäckigkeit einiger Exemplare .

Gruß,
André


Dieter (Bochum) Offline




Beiträge: 681

20.10.2012 09:06
#6 RE: Barfuß ist heikel in französischen Supermärkten Zitat · antworten

Hallo André,

schön, mal so etwas Vernünftiges zu lesen!

Das kann einen ja richtig Mut machen.

Danke vielmals!!!

LBFG Dieter (Bochum)


Dominik R. Offline

Admin


Beiträge: 1.397
Punkte: 708

20.10.2012 18:36
#7 RE: Barfuß ist heikel in französischen Supermärkten Zitat · antworten

Zitat von Engel
Ich tippe auf Letzteres.
Wenn in Europa noch irgendwo an SS, SA, Stasi erinnernde Sicherheitsorgane unterwegs sind, dann sind das nicht, wie oft von Micha behauptet die Schweizer, sondern die Franzosen.
Ein Schweizer Bulle drangsaliert einen wenigstens nur verbal. Bei den Froschfressern kanns schon mal passieren das gleich kräftig hingelangt wird (hab ich selbst schon erlebt).



Hallo Engel,
die Wut ist berechtigt. Aber wegen den Bullenschweinen, Sicherheisbütteln, etc. (und noch schlimmer den Schreibtischtätern die solche Regelungen machen), pauschal alle Franzosen als Froschfresser zu bezeichenen, finde ich nicht gut. Zu mal der Durschnittsfranzose viel weniger Obrigkeitshörig ist, als der Bürger der BRD, (Besonders der im Westen, ganz schlimm bei uns in Süddeutschland) und nicht gerade als Fan der Schergen durchgeht.

Grüßle,
Dominik

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Dominik R. Offline

Admin


Beiträge: 1.397
Punkte: 708

20.10.2012 18:57
#8 RE: Barfuß ist heikel in französischen Supermärkten Zitat · antworten

Zitat von Leo
Außerdem scheint zu gelten: Je größer der Markt, desto größer die Probleme...



Verstehe sowieso nicht. das es diese Riesensupermärkte in der Grande Nation gibt. Sonst versucht sich doch Frankreich
ständig vom Rivalen USA abzusetzen. (Schneller Flugzeuge als die Amis-Concord, eigene Atomwaffen, keine Anglizismen, Campagnen gegen Fast Food,...etc.
Aber bei den uramerikanischen Shopping-Malls scheint das nicht so zu sein.

Was Einkaufsläden angeht, finde ich persönlich noch immer (von den Europäischen Ländern die ich kenne) die italienische Situation am besten. Vor allem kleine Läden (Generi Misti), kaum Discounter, kaum Super- und Großmärkte.

Und nun On-Topic: Rausgeflogen bin ich aus einem Generi Misti weil ich den Konsum von Schuhen verweigere, noch nie!

LG,
Dominik


P.S.: Hier noch ein Video:
The Clash - Lost In A Supermarket

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kerstin Offline

Admina


Beiträge: 1.923
Punkte: 1.181

20.10.2012 20:39
#9 RE: Barfuß ist heikel in französischen Supermärkten Zitat · antworten

Hi Dominik,

Zitat
Verstehe sowieso nicht. das es diese Riesensupermärkte in der Grande Nation gibt. Sonst versucht sich doch Frankreich
ständig vom Rivalen USA abzusetzen. (Schneller Flugzeuge als die Amis-Concord, eigene Atomwaffen, keine Anglizismen, Campagnen gegen Fast Food,...etc.
Aber bei den uramerikanischen Shopping-Malls scheint das nicht so zu seim.


Das stimmt. Als ich in der Bretagne am Atlantik Urlaub machte, merkte ich das u.a. an der Sprache. Meine Französischkenntnisse sind nach den ganzen Jahren sehr eingestaubt gewesen, doch dort kam man (und frau!) nur mit französisch weiter. Englisch und deutsch wurde von den Leuten dort nicht gesprochen. Langsam kam ich wieder in die Sprache hinein. Übung macht es...

Als ich dort war (Landrezak, Camping de la plage), hatte ich aber niemals Probleme, wenn ich in Supermärkten war. Da wir zelteten, brauchten wir ja auch Lebensmittel. Auf dem Campingplatz gab es zwar auch Möglichkeiten, etwas zu kaufen (vor allem saucisses grillées - C'est tres délicieux, dazu frisches Baguette). So fuhren wir meistens nach Vannes oder Sarzeau zum einkaufen - und das zumeist barfuß. Nie hatten wir Probleme gehabt. Gut, wie es in Südfrankreich ist, kann ich nicht beurteilen, weil ich dort leider noch nie war. Allerdings liegt der Urlaub schon gut 20 Jahre zurück. Die Zeiten sind nicht besser geworden - eher gegenteilig. Hierzulande sieht man das auch ganz genau. Was die Sicherheitshyterie betrifft, kann ich das voll und ganz bestätigen: früher konnte man und frau noch problemlos auf Baustellen und so beturnschuht arbeiten, doch heute braucht man schon als Klofrau Stahlkappenschuhe Sicher ist das in Frankreich auch nicht anders. Ich finde es nur etwas zu hart, wie man in dem Supermarkt mit Markus und Leo umgesprungen ist. Sicherlich gilt das Hausrecht, doch andererseits bringen die Kunden schließlich das Geld, von welchem diese Unternehmen leben. Jedenfalls würde ich künftig jeden Laden und so meiden, in welchem ich barfuß nicht willkommen bin und so wie Leo und Markus behandelt wurde.

LG Kerstin



Das Forum für Freunde kurzer Hosen:

http://www.kurzehosenforum.de













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Oben bleiben - jetzt erst recht!!!

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Patpiedsnus Offline



Beiträge: 33

21.10.2012 09:02
#10 RE: Barfuß ist heikel in französischen Supermärkten Zitat · antworten

Hallo an alle,

Das problem ist nicht generel in französischen supermarkten, aber in die geschäften der kette Carf... gibt es sehr oft diese probleme ob es nun grosse oder kleine geschäften sind macht nichts aus. Auch hier in Belgiën ist es die einziche kette wo ich oft probleme habe.


Engel Offline

Admin


Beiträge: 1.438
Punkte: 666

22.10.2012 09:19
#11 RE: Barfuß ist heikel in französischen Supermärkten Zitat · antworten

Zitat von Dominik R.
Hallo Engel,
die Wut ist berechtigt. Aber wegen den Bullenschweinen, Sicherheisbütteln, etc. (und noch schlimmer den Schreibtischtätern die solche Regelungen machen), pauschal alle Franzosen als Froschfresser zu bezeichenen, finde ich nicht gut. Zu mal der Durschnittsfranzose viel weniger Obrigkeitshörig ist, als der Bürger der BRD, (Besonders der im Westen, ganz schlimm bei uns in Süddeutschland) und nicht gerade als Fan der Schergen durchgeht.

Grüßle,
Dominik



Wieso nicht, das wird mit den Polizisten doch auch so gemacht. Ich kenne genug davon persönlich um sagen zu können es sind nicht alle gleich. Aber wenn von Bullenschweinen, etc die Rede ist meckert niemand rum.
Und meine Aussage hat ja auch nix mit der Obrigkeitshörigkeit (was n Wort ) der Franzosen zu tun, sondern eher mit deren Essgewohnheiten.

Gruß Engel




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Dieter (Bochum) Offline




Beiträge: 681

22.10.2012 09:25
#12 RE: Barfuß ist heikel in französischen Supermärkten Zitat · antworten

Franzosen (fr)essen Frösche?

Pfui! Kotz!


Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.943
Punkte: 794

23.10.2012 15:56
#13 RE: Barfuß ist heikel in französischen Supermärkten Zitat · antworten

Hi Patrick,

dann weiß ich jetzt, welches Geschäft ich, wenn ich wieder mal nach Frankreich komme, unbedingt meiden werde! Ich wundere mich nur, daß es in einem ganz gewöhnlichen Supermarkt, dessen Angebot durchschnittlich und keineswegs kostbar ist, überhaupt solche uniformierten Fritzen gibt.

Barfüßige Herbstgrüße,
Markus U.


drtoivowillmann Offline



Beiträge: 339

08.11.2012 20:14
#14 RE: Barfuß ist heikel in französischen Supermärkten Zitat · antworten

Zitat von Dieter (Bochum)
Hallo Markus,

ich glaube nicht, dass das Barfußverbot auf Sicherheitsbedenken basiert. Die Franzosen scheinen öffentliche Barfüßigkeit als eine öffentliche sexuelle Handlung zu empfinden und solche abzulehnen.

LBFG Dieter (Bochum)



Wenn sich das nicht geändert haben sollte, ist es in Frankreich kein Problem, wenn Damen am Strand oben ohne baden oder Sonne nehmem
Aber barfuss in der Stadt oder im Supermarkt: pfui, Schweinkram, Unzucht!!! Hah,ha,hahaha, ihr Franzosen, da kriegste doch die Tür nicht zu!

Grüsse: Toivo


Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 593
Punkte: 248

10.11.2012 10:50
#15 RE: Barfuß ist heikel in französischen Supermärkten Zitat · antworten

Zitat von Dieter (Bochum)
ich glaube nicht, dass das Barfußverbot auf Sicherheitsbedenken basiert. Die Franzosen scheinen öffentliche Barfüßigkeit als eine öffentliche sexuelle Handlung zu empfinden und solche abzulehnen. Ich erinnere mich an Brigitte Bardot, Gunter Sachs und ihre Freunde in Marbella. Die haben damals wegen "öffentlicher Unzucht" als Erste ein öffentliches Barfußverbot erteilt bekommen.





Hallo Dieter,

in französichen Supermärkten war ich noch nie. Allerdings nicht wegen der Barfußfeindlichkeit, sondern weil ich kein Französisch kann. Da ich ohnehin bisher nur im grenznahen Bereich zu Deutschland oder zur Schweiz war, habe ich meine Einkäufe dort erledigt. Wohl aber habe ich schon in Coop- und Migros-Märkten in der französichsprachigen Schweiz barfuß eingekauft, ohne Probleme. Da in diesen Läden viele Dinge mehrsprachig beschriftet sind und die regale ähnlich angeordnet wie in den entsprechenden Filialen in der Deutschschweiz, sind dort Einkäufe möglich, ohne daß man reden muß. Ob ich in einem französischem Supermarkt gleich das "richtige" finden würde, sei mal dahingestellt.

Meine bisherigen Kurzaufenthalte in Frankreich waren darauf ausgelegt, daß in mit niemandem reden muß. Einzig beim Besteigen des Straßburger Münsterturmes hatte ich gehofft, daß ich mit deutsch weiterkam. Immerhin war dort die Beschilderung mehrsprachig und die Preise waren sowohl in D-Mark, als auch in Franc angegeben (was für mich wichtig war, denn letztere Währung hatte ich nicht, Euro gab es damals noch nicht, und barfuß lief/ging ich auch noch nicht).

Trotzdem habe ich schon mehrfach Ärger in Frankreich wegen barfuß bzw. kurzer Hosen bekommen. Speziell in Mülhausen war der Ärger groß. Darüber habe ich im alten Barfußforum berichtet:
http://www.hobby-barfuss.de/archiv/messages/61205.htm
http://www.hobby-barfuss.de/archiv/messages/61234.htm

Nachdenklich finde ich, daß damals viele Forenteilnehmer auf der Seite des Gesocks standen.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


Dieter (Bochum) Offline




Beiträge: 681

10.11.2012 22:06
#16 RE: Barfuß ist heikel in französischen Supermärkten Zitat · antworten

Zu gerne möchte ich Dich mal barfuß begleiten, Michael. Im Sommer in kurzen Hosen, im Winter mit langen. Leider fehlt mir das Geld für die Reise. (Andernfalls hätte ich auch viele schwere Probleme weniger.)

LBFG Dieter (Bochum)


Leo Offline



Beiträge: 693
Punkte: 484

12.11.2012 11:40
#17 RE: Barfuß ist heikel in französischen Supermärkten Zitat · antworten

Hallo Michael,

Zitat von Michael aus Zofingen
in französichen Supermärkten war ich noch nie. Allerdings nicht wegen der Barfußfeindlichkeit, sondern weil ich kein Französisch kann. …. Da in diesen Läden viele Dinge mehrsprachig beschriftet sind … sind dort Einkäufe möglich, ohne daß man reden muß. Ob ich in einem französischem Supermarkt gleich das "richtige" finden würde, sei mal dahingestellt.



ich bin bisher noch nirgendwo verhungert - und habe trotz der hämischen Kommentare der lieben Kollegen vor der Abreise auch in China Fisch dabei erfolgreich vermieden. Es gibt da einige Strategien, wenn nicht doch irgend jemand Deutsch oder Englisch spricht:

1. Möglichst offen kaufen oder in durchsichtiger Verpackung - zur Not auf Details wie das Hühnchen auf der undurchsichtigen Wurstpelle mit der unverständlichen Beschriftung achten.

2. Drauf zeigen und Zettel mit “100g” dem Verkäufer zeigen. In China gibt es für Zahlen Handzeichen. Auch jedem Busfahrer, dem ich so eine existierende Liniennummer zeigte, erkannte mein Suchen nach der entsprechenden Haltestelle und zeigte in die Richtung. (Stadtpläne der nächsten Stadt wurden praktischerweise schon im Zug verkauft - hier hilft die überteuerte Touristenversion ohne Buslinien und nur mit englischen Straßennamen aber nicht weiter.)

3. Auf die Zutatenliste in winziger Schrift achten, die ist oft dank EU meist auch Deutsch oder zumindest Englisch - für Kanada sogar so ausführlich dass die Fett-Herkunft aus Fischöl mir den Appetit auf den Keks in Automaten der Firma verdarb.

4. Kombinieren am Beispiel von Buttermilch in Nordfinnland: Buttermilch hat einen Fettanteil von 1%, ist dickflüssig und wird in 0,5 oder 1l -Packungen verkauft.
- 1. Butter suchen: harter 250g-Klotz
- 2. Zutatenliste studieren, welche Zutat (Fett) zu ca. 80% enthalten ist: Rasvaa
- 3. Alle 1l-Packungen nach 1% Rasvaa checken
- 4. Die beiden gefundenen schütteln
- 5. Die dickflüssigere Variante in grüner Verpackung kaufen: Es war tatsächlich Buttermilch!
Im Süden Finnlands ist auch Schwedisch Amtssprache, und so erinnerte mich Kärnmjölk doch sehr an das aus Holland bekannte Karnemelk. Man könnte natürlich auch einfach ein Wörterbuch mitnehmen….

5. Proaktiv vorgehen: Ich suchte auf chinesischen Speisekarten immer nach Rindfleisch 牛肉 - das esse ich gerne und liest sich einfacher als Ente: 鸭


Gruß

Leo


Siegfried Hase Offline




Beiträge: 454
Punkte: 413

13.11.2012 18:32
#18 RE: Barfuß ist heikel in französischen Supermärkten Zitat · antworten

Salut zusammen!

In echten französischen Supermärkten war ich noch nie barfuß. Daher habe ich dort keine Erfahrungen.

In elsässischen Supermärkten (bspw öfter schon auf der Ile Napoleon bei Mulhouse) hatte ich noch nie Probleme - und so aus der Erinnerung auch gar keinen Sicherheitsfrizen gesehen - schon gar keinen in einer 'Uniform'. ABER: Das Elsass ist ja nicht Frankreich

Gerold

Das Fachforum für das korrekte Beinkleid
- zu jeder jahreszeit
- zu jeder Gelegenheit
http://www.kurzehosenforum.de


Leo Offline



Beiträge: 693
Punkte: 484

13.11.2012 18:52
#19 Barfuß ist auch heikel in einigen elsässischischen Supermärkten Zitat · antworten

Hallo Gerold,

Zitat von Siegfried Hase|
In echten französischen Supermärkten war ich noch nie barfuß. Daher habe ich dort keine Erfahrungen.

In elsässischen Supermärkten (bspw öfter schon auf der Ile Napoleon bei Mulhouse) hatte ich noch nie Probleme ... ABER: Das Elsass ist ja nicht Frankreich



ich hatte da leider schon mal andere Erfahrungen wie hier

Frühlings-Tour: 4. Barfuß-Probleme im Elsass (67)

berichtet:

Zitat von Leo
So fuhr ich weiter vom Department Haut-Rhin (68) ins Department Bas-Rhin (67), und zwar nach Haut-Koenigsbourg / Ho(c)h-Königsburg:

http://www.haut-koenigsbourg.fr/de



Bei meiner Ankunft war hier schon seit über einer Stunde geöffnet, und daher mußte ich gut 5 Minuten vom Auto zum Eingang laufen. Der Boden war zwar gar nichts im Vergleich zum Holzkirchner Winter-Splitt, aber doch nicht gerade barfußfreundlich.

Normalerweise sind die Elsässer ein merkwürdiges Völkchen: Sie sprechen zwar Deutsch, lassen sich dazu aber erst dann herab, wenn man sie auf Französisch inständig darum bittet. Wenn man andererseits mit fettem deutschen Akzent unbeirrt bei Französisch bleibt, reagieren sie komischerweise aber auch sehr irritiert… (Eine ehemalige französische Kollegin bestätigte mir amüsiert diese Reserviertheit - auch den anderen Franzosen gegenüber: Sie hätte auch etliche einschlägige Erfahrungen mit der Verwandschaft ihres elsässischen Freunds gemacht.)

Es ist mir zwar ein Rätsel, woran mich die Kartenabreißerin schon vor dem ersten Wort als Deutschen identifizierte, aber sie war offensichtlich vom Anblick meiner nackten Füße dermaßen entsetzt, dass sie das übliche Ritual vollkommen vergaß und mich sofort auf Deutsch ansprach: “Der barfüßige Zutritt ist laut Reglement verboten und zwar aus Respekt vor dem Museum und vor den anderen Besuchern!” Angesichts dieser Arroganz und meines nur geringen Interesses stellte ich nur fest, keine Schuhe dabei zu haben und weigerte mich, sie aus dem Auto zu holen. Sie beharrte, sie dürfe mich barfuss nicht hereinlassen; das sei im Reglement festgeschrieben, das sie mir gerne zeigen könne. Schließlich akzeptierte ich ihr Angebot, mir den Eintrittspreis zu erstatten.


Aber das war noch nicht alles:

Vor dem Verlassen Frankreichs wollte ich noch tanken (Benzin und Rotwein) und steuerte daher den vorletzten größeren Supermarkt vor der Grenze an, wo man erfahrungsgemäß in Frankreich meist auch billig tanken kann, es war der Super U in Seltz (67):

http://www.superu-seltz.com

Die Angestellte am Informationsstand direkt am Eingang erklärte mir, ich müsse “zu meiner eigenen Sicherheit” Schuhe tragen - da es angeblich Scherben geben könnte. Nach der gerade vorangegangenen Diskussion am Schloß war ich natürlich nicht gerade bei bester Laune und erklärte (wahrscheinlich noch etwas lauter als bei mir ohnehin normalerweise schon üblich), dass ich auch immer auf der Straße barfuss laufe und dass es mir nichts ausmache. Nachdem ich zur Unterstreichung mein Bein hob und ihr meine Fußsohle zum Beweis unter die Nase hielt, wurde sie plötzlich stumm und machte nur eine Geste mit der Hand, dass ich eintreten dürfe.

Danach verlief der Einkauf ohne Probleme oder Kommentare - auch nicht seitens der freundlichen Kassiererin, die meine Barfüßigkeit dem Grinsen nach zu urteilen aber wohl bemerkt hatte. Sie erklärte mir freundlich den Weg zur Toilette, die sich in dem benachbarten Restaurant befand, das auch zum Super-U-Komplex gehörte. Als ich eintrat, schaute die Kellnerin mich skeptisch an. Daher fragte ich höflich, ob ich die Toilette benutzen könne. Sie antwortete: “Aber normalerweise muß man Schuhe anhaben”. Mit festentschlossener Stimme antwortete ich “Ich habe keine Schuhe!” und konnte dann die Toilette betreten.

Zum Tanken mußte ich mich längere Zeit anstellen. Erst recht spät bemerkte ich dabei, dass ich eine Spur zu weit nach rechts gekommen war und vor einer reinen Automatenzapfsäule stand. Wie befürchtet reagierte der Tankautomat auch Jahre nach dem letzten einschlägigen Vorfall trotz neuerdings vorhandenem Chip in meiner Visa-Karte wieder verschnupft. Die Karlsruher in der Nebenspur kannten das Problem aber auch und ließen mich freundlicherweise einscheren. Der Kassierer (bei dem ich wie auch früher immer schon anstandslos mit der vom Automat verschmähten Kreditkarte zahlen konnte) meinte, einige wenige deutsche Kreditkarten würden akzeptiert, meist Eurocards - das läge aber an der ausgebenden Bank.

Mein Bedarf an Super U war trotz ausbleibender, hier eigentlich viel eher als im Laden zu erwartender, Barfuß-Bedenken nun aber endgültig gedeckt und ich fuhr weiter.


Auch Manfred hat ja mal trotz seines Stammkundenstatus von Problemen bei Super U berichtet, das war aber in Marckolsheim (68):

http://www.superu-marckolsheim.com


Ich war die letzten Jahre in Frankreich meist nur in Paris und Umgebung unterwegs, wo ich aber bisher mit Ausnahme von Museen und Schlössern nirgendwo Probleme hatte (auch im berüchtigten St. Denis (93) gab es nur vereinzelte freundlich-neugierige Fragen). Ich hatte die oben beschriebenen Probleme daher schon vor einiger Zeit im französischen Forum gepostet:

http://www.le-rib.com/les-lieux-publics-...ciens-t1223.htm

Hier habe ich einige interessierte Antworten erhalten, das Elsass sei normalerweise sehr barfussfreundlich. Ähnlich wie in Deutschland gebe es manchmal in Museen, vor allem nationalen wie Schlössern, Probleme und evtl. auch bei Supermärkten, und zwar komischerweise um so häufiger, je mehr man sich der Küste nähert. Aber das kennen wir ja auch irgendwoher:



http://www.sylt-edeka.de/biallas/



(Die Bilder funktionieren leider nicht mehr)

Auch im September 2012 akzeptieren Tankautomaten in Frankreich übrigens immer noch keine ausländischen Kreditkarten...


Gruß

Leo


Dominik R. Offline

Admin


Beiträge: 1.397
Punkte: 708

19.11.2012 00:19
#20 RE: Barfuß ist heikel in französischen Supermärkten Zitat · antworten

Zitat von Markus U.
Wenn sie etwas Anständiges lernten....



Lieber Markus,
ich hoffe du hast etwas anständiges mit deinen zwei Studienabschlüssen gelernt.

Das Homosexualität eine Veranlagung ist und keine Sünde (was immer das auch sein soll...) stand wohl in der Theologie nicht im Lehrplan....

Wo du doch sonst immer so kritisch gegenüber der Obrigkeit bist, den kirchlichen scheinst du alles abzunehmen.....


Nichts für ungut, aber darüber solltest du mal wirklich nachdenken!

lG,
Dominik

Es ist ausdrücklich erlaubt meine Beiträge hier, im gelben Forum:
http://www.hobby-barfuss.de/
zu zitieren und umgekehrt.








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