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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 20 Antworten
und wurde 988 mal aufgerufen
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 Barfuß und Leben
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tiptoe Offline




Beiträge: 455

31.10.2021 20:57
Etwas glatte Sohlen im Gebirge Zitat · Antworten

Gestern war ich auf dem Lärchkogel, Speikkogel und Lenzmoarkogel in der Steiermark. Sehr zu empfehlen, nur am anfang ist leider ein kilometer schotterstraße zu überwinden. Die berge sind mit gras und niedrigen sträuchern bewachsen, an einer stelle sind felsen und latschen zu überwinden, aber nichts besonders schwieriges.

Es geht auf knapp 2000 m, die aussicht in alle richtungen ist überwältigend, das gras (das im sommer als kuhweide dient) schmeichelt den sohlen, allerdings habe ich festgestellt, dass meine von jahrelangem barfußgehen polierten sohlenballen so glatt sind, dass ich in steilerem gelände auf dem gras ins rutschen komme. Hat das sonst schon jemand erlebt? Bergauf kann ich mich mit den zehen ins gelände krallen, bergab habe ich die stöcke eingesetzt, um nicht den berg hinunterzurutschen. Zwergsträucher wie heidelbeeren und preiselbeeren (von denen ich auch einige schmackhafte reife früchte fand) sind deutlich griffiger, daher achte ich bergab in steilerem gelände auch auf die vegetation.

Wie kann ich hier eigentlich bilder anhängen? Müsste ich die zuerst in die galerie laden?

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Montanara Offline




Beiträge: 502

31.10.2021 21:35
#2 RE: Etwas glatte Sohlen im Gebirge Zitat · Antworten

Schade, dass das so weit weg ist!

Die Erfahrung, dass man auf gewissen Grassorten gleitet, mache ich oft. Es ist nicht auf allen Gräsern gleich. Ich gehe dann einfach in sehr kleinen Schritten, damit ich kaum noch gleiten kann, und setze meine Fussmuskulatur ein. Mit den Ballen kann ich viel erreichen! Auch trockenes Buchenlaub kann übrigens ab einem gewissen Gefälle sehr gefährlich sein.
Auch ich achte immer auf die Vegetation beim Wandern, und wenn es steil runter geht, nutze ich gern Stöcke, um die Knie zu schonen.

Ich habe vor vier Wochen diese Bergwanderung hier zur Gänze barfuss unternommen. Sorry, ich checke nicht, wie ich ganze Beiträge kopieren kann, und all die Bilder in die Galerie hochzuladen und den Beitrag neu zu schreiben, ist mir einfach zu aufwändig....
und am vergangenen Wochenende haben wir diese Bergwanderung hier zurückgelegt, auch sie bot uns wunderbare Fernblicke. Barfuss allerdings eher für abgehärtete Sohlen, zu Beginn hat es während längerer Zeit Schotterwege. Ich bin ca. 19 Kilometer davon barfuss gegangen.


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André Uhres Offline

Admin


Beiträge: 1.690
Punkte: 3

01.11.2021 01:42
#3 Über den Wolken..... Zitat · Antworten

...IST die Freiheit grenzenlos!

Liebe Foristi

genau das habe ich am vergangenen Wochenende oft gedacht. Unsere lange Bergwanderung von Finsterwald / Gründli bis nach Sörenberg mit Überschreitung des Fürsteins war sooooo schön... und von den Bodenverhältnissen her so ideal, dass ich sie zur Gänze barfuss gehen konnte (fast 22 Km, ca. 1650 Höhenmeter Auf- und Abstiege)! Da muss ich Euch unbedingt dran teilhaben lassen, zumal man die Wanderung auch gut abkürzen oder eine Rundwanderung machen kann. Details zur Tour (Höhenprofil, Strecke) findet Ihr hier: https://map.schweizmobil.ch/?lang=de&pho...ckId=775951674! WIe bei dieser Karte üblich, könnt Ihr sie mittels Mausrädchen bis zum Masstab 1:15 zoomen und auch einen grossen Masstab einstellen, um zu schauen, wo in der Schweiz das genau ist.

In einer von uns abonnierten Zeitschrift stand letzte Woche ein Wandervorschlag über 2 Tage zu den endlosen Hochmooren des Entlebuchs mit Start im Gründli und Ziel in Sörenberg, mit Übernachtung in einer Alphütte in der Mitte. Die Distanz wurde mit 20 Km angegeben - das können mein Mann und ich in einem Tag gehen, und da uns die Gegend schon lange interessierte, zückten wir die Karte und schauten mal nach. Der Wandervorschlag sah in der Tat spannend aus, aber wir entdeckten schnell, dass man dann meist in Tälern unten geht. Dabei hat es dort lange Bergrücken, welche phantastische Aussichten versprachen. Ihr kennt meine Tourenberichte ja und wisst, dass wir gern Panoramawanderungen gehen... Also die Tour modifiziert und das Wetter gecheckt - für den Sonntag wurde strahlendes Wetter mit Hochnebel vorhergesagt. Ideal für uns! Da wir allerdings nicht gerade um die Ecke wohnen, hiess es früh aufstehen (um 5.20), denn die Anreise dauerte 2 Stunden mit Bahn und Bus. Der Bus in Entlebuch war gut besetzt, obwohl Hochnebel herrschte. Jedoch während der Bus die kurvige Bergstrasse hochfuhr, begann die Sonne wie vorhergesagt durchzudrücken und die Aussicht aus dem Bus versprach eine herrliche Tour!



Jedoch war es sehr kalt, als wir im Gründli um 8.45 aus dem Bus stiegen. Wir befanden uns im Schatten und auf den Wiesen lag Rauhreif!



Gottseidank hatte ich das vorhergesehen und meine Wollstulpen, Socken und Sandalen für den Notfall eingepackt. Es war schon sehr grenzwertig, und in diesem Jahr war ich noch nie mit Rauhreif konfrontiert gewesen. Immer wenn ich dachte, jetzt muss ich die Notschuhe anziehen, kam ein trockenes oder besonntes Stück, sodass meine Füsse immer wieder mal von sehr kalt auf kalt umschalten konnten.





Dieses Tal würden wir lange Zeit hochsteigen, und wie Ihr seht, waren die Böden sehr feucht. Man sieht es bereits auf dem oberen Bild, dass hier moorige Verhältnisse herrschen. Die Moorlöcher waren wenig wärmer als die sehr kalten Böden! Weiter oben ging dieser Flurweg in einen Trampelpfad über. Dieser war sehr schlammig - und die Wegverhältnisse sollten grösstenteils so bleiben. Als Barfüssige war ich eindeutig im Vorteil, ich konnte auch mal mitten durch (an einer Stelle sank ich knietief ein!), währenddem mein beschuhter Mann sich mühsam dem Rand entlanghangeln musste....



Was für mich paradiesisch war, erwies sich allerdings auch nicht immer als einfach. Vor allem in Abstiegen ist der Halt auf solchen Wegen nicht gerade gut, und man kommt nicht so zügig voran. Wir wären wohl etwas schneller gewesen, wenn die Wege nicht derart verschlammt gewesen wären.

Hier schauen wir zur Alphütte in Chlusmättli zurück, wir sind im Aufstieg zu Lanzige und Wasserfallenegg.



Von der Wasserfallenegg bietet sich dieses herrliche Panorama:



Und da hinauf - auf den Fürstein - wollen wir, immer entlang dieses bugartigen Grates!



Das war sehr steil und wir mussten ab und zu die Hände gebrauchen. Dass hier nicht blau-weisse Markierungen angebracht waren, hat uns erstaunt. Wir hatten ideale Verhältnisse, da der Boden steinhart gefroren war. Aufgetaut aber wäre diese Route im Abstieg nicht ungefährlich!



Für mich war es hart, denn die Füsse waren im Aufstieg zur Wasserfallenegg nur kurz wirklich warm geworden, und nun hiess es, auf eisigen Böden da hochzusteigen. Gottseidank gab es auch da, als ich drauf und dran war, die Sandalen rauszuholen, ein kleines sonniges Stück! Im Nachhinein hätte ich die Sandalen doch anziehen sollen, denn zurück zuhause merkte ich, dass sich meine Füsse etwas überlastet anfühlten - nicht aufgrund mechanischer Beanspruchung, das fühlt sich anders an. Nein, aufgrund der Kälte. Ich habe sie an dem Abend also liebevoll gehegt und gepflegt und schon am Montag fühlte es sich besser an. Ich werde in Zukunft lieber früher als später die Sandalen rausholen, denn das Gewebe kann auch monatelang nach einer Kälteexposition noch empfindlich reagieren, und der Winter ist noch lang! Umgang mit Kälte bedeutet eben, sich ranzutasten und herauszufinden, was gerade noch so geht - und der Morgen dieser Tour ging eben noch so. Mehr Kälte hätte mir wohl Kälteblasen oder Schmerzen im Gewebe verursacht.

Der Aufstieg war also happig, da steil und kalt, aber er verhiess schöne Aussicht vom Gipfel! Hier ein Blick zum Pilatus, unserem alten Freund: An die Grenzen gehen - Pilatus-Rundwanderung - Hobby? Barfuß! - Forum (forumromanum.com) Dort war ich ebenfalls barfuss an meine Grenzen gegangen - allerdings nicht aufgrund der Kälte, sondern von der Beschaffenheit der Böden her!



Geniessen wir nun das atemberaubende Panorama von ganz oben, vom Gipfel des Fürsteins! Ich habe versucht, Panoramen zu basteln. - Hier schauen wir ostwärts über das Hochmoor von Ober Sewen zum Pilatus (links) rüber. Rechts die Alpen der Zentralschweiz.



Wir drehen uns etwas weiter nach rechts und schauen auf das Sewenseeli runter....



...zwar bereits im Abstieg, aber drehen wir uns weiter rechts, bewundern wir die Berner Alpen, die drei hohen Berge ganz rechts sind das berühmte Dreigestirn der Alpen, Eiger, Mönch und Jungfrau (der Mönch verschwindet beinahe hinter der berüchtigten Eiger Nordwand)....



...und noch mehr nach rechts, hier schauen wir in Richtung Süd-Südwest, hinüber zur Schrattenfluh. Links am Rand wiederum Eiger, Mönch und Jungfrau.



Wir waren dort oben nicht die einzigen! Man kann nämlich mit dem Auto zum Glaubenberg fahren und von dort aus eine Rundwanderung über den Fürstein machen, die nicht sehr lang ist. Oder man beginnt, wie es die meisten Wanderer aus dem Bus am Morgen gemacht haben, in Gfellen und wandert zum Glaubenberg hoch, um mit dem Bus wieder zurückzufahren. In der unmittelbaren Region Glaubenberg hat es daher entsprechend viele Wanderer:innen, aber bis zum Fürstein und ab Trogenegg hatten wir unsere Ruhe.

Der Abstieg vom Fürstein war steil, aber unten waren wir gleich wieder im farbenprächtigen Hochmoor.



Wer würde da nicht strahlen, wenn man so wandern kann, es war echt wie Fliegen über den Wolken bzw. dem Nebel!



Und immer dieses gigantische Panorama vor Augen! - Wir würden immer auf diesem Rücken bleiben und bei seiner Verzweigung auf dem rechten "Ast" weiterwandern.



Mal schweift der Blick hinab ins Hochmoor von Sewen....



....mal in die Weite....





Der Herbst ist einfach eine tolle Zeit zum Wandern! So schönes weiches Licht, nicht zu heiss, oft klare Sicht....wir waren am Schwärmen! Jedoch kamen wir nun zum Sattelpass (Bild oben) und von dort gab‘s einen steilen Aufstieg im Schatten (mit wieder teils gefrorenen Böden) auf den Bärenturm. Aber auch hier wurden die Mühen reichlich belohnt! Hier der Blick nach Norden. Man kann sehr schön sehen, wo wir hergekommen sind: über den markanten und zugleich eleganten Berg hinten links, den Fürstein, und dann immer den Bergrücken entlang bis hierher!



Und so schön sieht der Blick vom Bärenturm in Marschrichtung aus!



Auch hier durften wir wieder durch diese herrlichen Hochmoore mit den federnden Böden wandern!







Hier nochmals den Blick zurück mit eingezeichneter Route.

So gelangten wir auf den Pass, der von der Nünegg ins Tal von Sörenberg führt. Den Nünalpstock liessen wir aus verschiedenen Gründen aus: Mein Mann hatte ein Knie, das weh tat, und unsere Heimreise sollte 2.5 Stunden dauern. Da wir aber nicht mitten in der Nacht heimkehren wollten, gedachten wir, den Bus um 17.47 ab Sörenberg Flüehhütten zu erreichen. Aber wann immer wir auf den Wegweisern die Marschzeiten ablasen, zeigte sich, dass wir diese Verbindung nur knapp erreichen würden. Der Abstecher lag also nicht mehr drin. Zudem hatten wir den ganzen Tag lang Aussicht genossen, also konnten wir uns diesen Buckel sparen. Zumal wir auch auf der Route über die Nünalp reichlich mit Panorama versorgt wurden!



Auf dem Pass nach Sörenberg hinunter



Man würde es aufgrund dieses Panoramas nicht denken, aber der Abstieg nach Sörenberg hinunter war reichlich steil. Dafür schien uns die Sonne ins Gesicht und zauberte wunderbare Stimmungen.



Wir stiegen zügig ab, nicht ohne den wunderbaren Bergwald und die Aussichten zu geniessen, und waren viel schneller als gedacht. Ich hatte am oberen Dorfrand sogar reichlich Zeit, um mir meine bis zu den Knien verschlammten Beine zu waschen und so wieder einigermassen zivilisationstauglich in den Bus zu steigen! Bereits um 17.20 waren wir an der Bushaltestelle - nach 8 1/2 Stunden, inklusive Pausen und Mittagsrast! War das ein Tag gewesen!

Liebe Grüsse

Dorothea


kerstin findet das Top
André Uhres Offline

Admin


Beiträge: 1.690
Punkte: 3

01.11.2021 01:59
#4 RE: Etwas glatte Sohlen im Gebirge Zitat · Antworten

Zitat von tiptoe im Beitrag #1
Wie kann ich hier eigentlich bilder anhängen? Müsste ich die zuerst in die galerie laden?


Du kannst die Bilder hochladen wo du willst, gerne auch in unsere Bildergalerie.

Zum Einbinden eines Bildes in den Beitrag:
Bildergalerie öffnen (dazu am besten eine neue Seite/neuer Tab öffnen); Rechts oben am Bildeck erscheint [Bild einbinden]. Darauf musst Du klicken, wonach sich dann ein Feld mit dem entsprechenden Code öffnet. Diesen Code kopieren und dann in Deinen Beitrag setzen. Das Bild kommt klein, doch man kann es anklicken.

Wenn das Bild an anderer Stelle hochgeladen wurde, kannst du es hier einbinden indem du die Bildadresse kopierst und hier zwischen zwei img-Tags einfügst:

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[img][/img]
 


Lebenskünstler Offline

Admin


Beiträge: 910

01.11.2021 07:39
#5 RE: Etwas glatte Sohlen im Gebirge Zitat · Antworten

Liebe Dorothea, danke für den schön bebilderten Beitrag.

Ehrlich, ich würde auch nicht alles doppelt schreiben wollen zumal ich seit Wochen nur mit Wischphone unterwegs bin wo die "Tastatur" schreibt wie sie lustig ist.

Würdest du nicht verlinken, könnten wir deine tolle Wanderung nicht in Gedanken mitwandern und wären somit um viele sehenswerte Eindrücke ärmer.

Liebe Grüße aus Italien, derzeit unterwegs an der Küste in der Region Abruzzen.

euer Lebenskünstler


Montanara Offline




Beiträge: 502

01.11.2021 07:50
#6 RE: Etwas glatte Sohlen im Gebirge Zitat · Antworten

Danke, lieber André! Wie hast Du das gemacht?! So schwupps alles kopiert?! Ich bin echt ganz baff! Mit diesen Klammern, wie Du angibst?
Ich möchte allerdings nicht Tiptoes Beitrag konkurrenzieren, ich hoffe, er lädt auch bald Bilder hoch - dann können wir einen Herst-Bergwander-Thread draus machen…… und ich bin sehr gespannt, wie es dort aussieht, wo er gewandert ist……

Liebe Grüsse
Dorothea


Lebenskünstler findet das Top
tiptoe Offline




Beiträge: 455

01.11.2021 10:53
#7 Tour Hinterlobming - Lärchkogel - Speikkogel - Lenzmoarkogel Zitat · Antworten

Hier ist die tour wie in Komoot aufgezeichnet. 13,9 km; 900 höhenmeter. Ausgangspunkt ist der wanderparkplatz Hinterlobming, das ist in einem seitental der Mur von St. Stefan nach süden. Das letzte stück der straße dient im winter als rodelbahn. Leider ist der erste kilometer (bis zur verzweigung auf der karte) schotterstraße, ohne schuhe kaum zu bewältigen.



Ich bin dann in richtung Kreuzsattel aufgestiegen. Am marterl gibt es bereits gute aussicht, links ist der Eiblkogel (auch eine schöne tour), rechts geht es in richtung Lärchkogel, unterwegs habe ich diese aufnahme in richtung Murtal gemacht:



Die berge gegenüber, also nördlich (links) der Mur, sind doch deutlich zackiger und felsiger: Seckauer Tauern, Reiting, Hochschwab. Hier zeigt sich, wie abwechslungsreich doch die geologie der Alpen ist. Entsprechend viel erfahrung ist wichtig, um abschätzen zu können, wie leicht oder schwierig ein berg zu begehen ist. Auf den Lärchkogel (1894 m) ist es ein sanfter, leichter anstieg. Im sommer grasen hier kühe, im herbst sind mit glück noch gemsen zu sehen, ich habe aber keine entdeckt, dafür einen wanderer, der auf einem anderen weg auf den berg kam. Ein weiterer blick über das Murtal zu den Seckauer Tauern:



Diese füße haben mich mit leichtigkeit hochgebracht, wollstulpen sorgen für gemütlichkeit auch bei wind:





Weiter geht es zum Speikkogel (1988 m). Im Anstieg ist nur ein etwas schwierigerer abschnitt mit ein paar felsen und latschenkiefern und in einem schattigen eck war sogar ein kleines bisschen schnee. Am gipfel des Speikkogels ist es äußerst windig, der weite ausblick nach süden sieht so aus:



Von hier könnte ich nun zum Gleinalmschutzhaus absteigen (und auf der anderen seite zum Rossbachkogel wieder aufsteigen und die ebenso wunderschöne Terenbachalm begehen). Stattdessen machte ich eine rechtskurve zum Lenzmoarkogel (1991 m), dem höchsten gipfel der Gleinalpe. Dort ist wieder ein wundervoller ausblick ins Murtal. Im vordergrund ist der Wildeggkogel zu sehen, den ich schon mal von der anderen seite aus mit den Naturfreunden bestiegen habe (von gasthaus Spitzer im Preggraben aus). Im Tal sind Knittelfeld und Zeltweg zu sehen, im hintergrund glaube ich der Seckauer Zinken.



Dieses gebiet ist also hervorragend für weitwanderungen geeignet, das Gleinalmschutzhaus als zwischenstation auch zu empfehlen: gutes essen, geräumige zimmer ... und funkloch. Aber da dies nur eine tagestour war, musste ich wieder umdrehen: Zurück via Speikkogel und Lärchkogel, dann habe ich mal den anderen abstieg ausprobiert, den ich noch nicht kannte. Ebenso schön, nur der letzte kilometer forststraße bleibt leider nicht erspart.


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Montanara Offline




Beiträge: 502

01.11.2021 13:55
#8 RE: Tour Hinterlobming - Lärchkogel - Speikkogel - Lenzmoarkogel Zitat · Antworten

Schöön!!!! Danke für die Bilder, die in der Tat Lust auf eine Weitwanderung wecken!


André Uhres Offline

Admin


Beiträge: 1.690
Punkte: 3

01.11.2021 17:05
#9 RE: Etwas glatte Sohlen im Gebirge Zitat · Antworten

Zitat von Montanara im Beitrag #6
Danke, lieber André! Wie hast Du das gemacht?! So schwupps alles kopiert?!

Ganz so einfach war es nicht: die Bildadressen musste ich einzeln kopieren und mit den img-Tags (in eckigen Klammern) an den richtigen Stellen einfügen. Auch die externen Links musste ich separat kopieren und einfügen.
Aber das geht jedenfalls viel schneller als wenn man die Bilder noch einmal alle hochladen müsste.


Leo Offline



Beiträge: 732
Punkte: 484

01.11.2021 19:17
#10 RE: Etwas glatte Sohlen im Gebirge Zitat · Antworten

Zurück zum Anfang: Gerade im Gebirge gibt es sehr rutschig Grassorten oder sowas Ähnliches Grünes mit rundem Querschnitt: Wenn man darauf tritt, rollt man bergab...

Das ist eine reine Beobachtung, keine Ahnung was das genau ist.

Zum ersten Mal fiel mir das 2006 am Gipfel der Cimetta bei Locarno auf, dann öfters im Gebirge, aber nie unten im Tal.


tiptoe Offline




Beiträge: 455

01.11.2021 19:29
#11 RE: Etwas glatte Sohlen im Gebirge Zitat · Antworten

Sieh es positiv: Barfuß wandern heißt die natur weitaus intensiver kennenzulernen, dazu gehört auch, die griffigkeit von gras und zwergsträuchern unterscheiden und nutzen zu können. Und so habe ich auch etliche reife preiselbeeren entdeckt, auch wenn die nicht so üppig wachsen wie die schwarzbeereen (heidelbeeren). Von der wuchsform sind sie aber sehr vergleichbar, gut verwurzelt und nicht rutschig.
Schwierig wird es nur beim gemeinsamen wandern mit schuhwanderern, denen es aufs tempo ankommt, und sei es nur "das potentielle tempo, wenn schlechtwetter aufzieht".
Wetterunsicherheiten waren aber diesmal überhaupt kein thema, wie allgemein im herbst: Es weht zwar ein frischer wind, aber gewittergefahr besteht nicht. Und solche wanderungen im ausgesetzten hochgebirge lege ich lieber auf tage, wenn das wetter auch ganz sicher ist. Auch wenn es auf dem Lärchkogel eine "notbiwakschachtel" gibt, also einen winzigen unterstand für schlechtwetter.


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Montanara Offline




Beiträge: 502

01.11.2021 21:16
#12 RE: Etwas glatte Sohlen im Gebirge Zitat · Antworten

Leo, ich habe an genau diese Grassorte gedacht - ich bin ziemlich oft im Tessin unterwegs.
Ich liebe barfüssiges Wandern, es kommt eine Dimension dazu: das Fühlen. Ich kann den Berg und seine Aussicht sehen - und auch fühlen!! Seit ich barfüssig wandere, bin ich abends nicht mehr so körperlich müde wie vor meiner Barfüssigkeit, aber mein Kopf ist dafür erfüllt von all den vielen Erlebnissen visueller und taktiler Art. Mich fasziniert immer wieder, wie viele Arten von Kalt es gibt. Und die armen Schuhträger merken nichts davon..,,


EinBonner Offline



Beiträge: 198

01.11.2021 21:39
#13 RE: Etwas glatte Sohlen im Gebirge Zitat · Antworten

Hallo!

Das mit den rutschigen Fußsohlen ist mir auch schon aufgefallen — bei mir als Stadtmensch natürlich im Supermarkt, wo ich manchmal das Problem habe, auf den Fliesen nur wenig Halt zu finden. Das ist aber nicht immer so. Ich muss mal drauf achten und herausfinden, unter welchen Umständen genau.

Mit beschuhten Leuten zusammen barfuß zu wandern vermeide ich meistens, weil ich nicht der »Bremser« sein will. Vor ein paar Wochen habe ich es mal gewagt und es hat auch gut geklappt; es waren nur 7 km und die Wege für mich nicht zu unwegsam (sicherheitshalber hatte ich Sandalen mitgeschleppt, aber nicht gebraucht). Außerdem wussten die Organisatoren, dass zwei Barfüßer dabei sein würden. Es gab auch schon Fälle, wo ich von vorneherein Sandalen oder Minimalschuhe angezogen habe, um mit den anderen mithalten zu können, wenn sie auf Schotterpisten forsch drauflosstiefeln.

Grüße aus dem Rheinland mit schönem Herbstwetter,
-- Ein Bonner


tiptoe Offline




Beiträge: 455

01.11.2021 23:14
#14 RE: Etwas glatte Sohlen im Gebirge Zitat · Antworten

Supermärkte haben den vorteil, in aller regel in der ebene gebaut zu sein. Bei rampen kann das auf nassem, glattem boden schon etwas anders aussehen ....
Für schwimmbäder gibt es immerhin die DIN 51097 (Rutschsicherheit in nassbelasteten Barfußbereichen).
Zurück auf die Alm: Beweidung führt zu unebenheiten, die die huftiere hinterlassen. Was in der ebene stört, kann auf steileren hängen helfen, da "stufen" in den hang getreten werden und damit schon kein "endloses abrutschen" möglich ist.


EinBonner Offline



Beiträge: 198

01.11.2021 23:38
#15 Re: Etwas glatte Sohlen im Gebirge Zitat · Antworten

Zitat von tiptoe im Beitrag #14
Supermärkte haben den vorteil, in aller regel in der ebene gebaut zu sein.


Wenn ich einen mit zwei Getränkekisten und anderen feinen sachen beladenen Einkaufswagen um eine Ecke zu steuern, können erhebliche Querkräfte auftreten ;)

BG,
-- Ein Bonner


Montanara Offline




Beiträge: 502

02.11.2021 00:06
#16 RE: Etwas glatte Sohlen im Gebirge Zitat · Antworten

Zitat von tiptoe im Beitrag #14

Zurück auf die Alm: Beweidung führt zu unebenheiten, die die huftiere hinterlassen. Was in der ebene stört, kann auf steileren hängen helfen, da "stufen" in den hang getreten werden und damit schon kein "endloses abrutschen" möglich ist.

Im Tessin wird kaum mehr beweidet, und das Gelände ist dort sehr steil, da kann man sich nicht auf Löcher berufen, die das Vieh getreten hat. Auch hier, in der Zentralschweiz am Rophaien, wird nicht geweidet. Das ist sehr steiles Wildheuergebiet, die Fotos geben die Steilheit nicht gut wieder. Die Route ist auch blau-weiss markiert und damit den erfahrenen Berggänger:innen vorbehalten. Gleitet man da aus, war‘s das, ein Sturz kann da kaum noch aufgehalten werden. Ich erinnere mich, wie der Weg für mich glatt wie Seife war und ich in sehr kleinen Schritten gegangen bin, und ich war froh um die Stöcke.


Ich gehe nie solche Touren ohne Notschuhe im Rucksack. Ich ziehe sie mir im Extremfall an, denn mein Leben und meine Sicherheit sind mir immer noch wichtiger, als die Tour um jeden Preis als 100% barfuss absolviert zu haben. Wenn ich sie am Abend unbenutzt wegräumen kann, umso besser…😉
Wenn ich weglos unterwegs bin, trage ich fast immer Notschuhe, denn dann sehe ich nicht, wo ich hintrete. Bei derartigen Gelegenheiten kassierte Verletzungen haben mich vorsichtig werden lassen….


Dieter aus Köln findet das Top
Lebenskünstler Offline

Admin


Beiträge: 910

02.11.2021 07:06
#17 rutschig Grünzeug Zitat · Antworten

Hallo Dorothea,
ich glaub ich weiss was Leo meint. Ein ganz speziellen Grünzeug was büschelweise wächst und zumindest wie Gras aussieht. Wenn ich in meinem Archiv etwas finde lad ich ein Foto der Pflanze hoch. Die ist fast so rutschig wie Schmierseife. Ich muss mich nur erinnern wann ich mich selbst auf den Hintern gesetzt habe nachdem ich drauf trat, dann hab ich auch ein Bild.

Liebe Grüße
Lebenskünstler


Montanara Offline




Beiträge: 502

02.11.2021 07:25
#18 RE: rutschig Grünzeug Zitat · Antworten

Es wächst in der Tat büschelweise und ist ziemlich dünn und drahtig. Es ist auch etwas dunkler als Gras, wie wir es hier kennen. Es wächst zum Glück nicht überall im Tessin und meist hat es andere Gräser, sodass man schauen kann, wo man hintritt.
Beim Abstieg vom Rophaien, den ich oben gezeigt habe, waren es Reste von getrocknetem Gras, das den ohnehin schon nicht ganz trivialen Abstieg sehr gefährlich machten, es scheint, dass einige Tage zuvor die Wildheuer am Werk gewesen waren. Durch die Wiese queren war aufgrund der Steilheit auch keine Option, das wäre eine Wahl zwischen Pest und Cholera gewesen…..
Wo ich auf den vergangenen beiden Wanderungen auch Probleme hatte, war auf den verschlammten Wegen. Vor allem in Abstiegen war es nicht immer einfach, nicht im Matsch zu landen. Allerdings betraf das auch die Schuhtragenden. Nur dass ich meine Füsse hinterher viel einfacher sauber bekomme als sie ihre Schuhe.


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kerstin Offline

Admina


Beiträge: 2.110
Punkte: 1.181

03.11.2021 07:43
#19 RE: Über den Wolken..... Zitat · Antworten

Hi Dorothea,


herzlichen Dank für deinen wunderschönen Bildbericht! Habe ihn sehr gerne gelesen und hatte das Gefühl, dabeigewesen zu sein. Bin leider nicht mehr so oft im Forum, da mir erstens die Zeit fehlt und zweitens da es mir leider immer noch ziemlich sch... geht! Dies aber hat sich in den letzten Wochen zum Glück (toi toi toi!) endlich wieder etwas gebessert, wobei ich hoffe, daß dieser "Aufwärtstrend" anhält.

Ein Bericht - natürlich auch bebildert - schlummert schon eine längere Zeit vor sich hin, und ich hoffe, daß ich ihn nun schnellstmöglich vollenden kann. Ein weiterer Beitrag steht nämlich auch schon in den Startlöchern.

Danke auch an André, der deinen Beitrag wegen den Bildern editiert hatte.


Herzliche Grüße

Kerstin






Non est ad astra mollis e terris via


Montanara Offline




Beiträge: 502

03.11.2021 07:51
#20 RE: Über den Wolken..... Zitat · Antworten

Ich freue mich, dass es Dir etwas besser geht.
Man muss nicht weit gehen, um da draussen schöne Erlebnisse zu haben. Jeden Tag zügig spazieren tut Körper und Gemürt so gut. Momentan ein Fest für die Augen und für die Füsse: die Herbstfärbung ist wunderschön und der Herbst bietet unsereins so tolle unterschiedliche Empfindungen von unten……


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