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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 26 Antworten
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 Barfuß und Leben
Seiten 1 | 2
aiki Offline



Beiträge: 13

21.11.2021 04:02
#21 RE: Wie habt ihr das Barfuss-Laufen / Sein entdeckt? Gab es eventuell ein Aha-Erlebnis? Zitat · Antworten

Hallo,
noch mal zum Sportunterricht in der Schule:
Da war ich schon sehr darauf konzentriert, die Sportschuhe nicht zu vergessen. Da war es eine absolute Notlösung und unangenehm barfuß Sport auszuüben (wobei es eine Kopf-Sache war), wenn die Schuhe doch mal zu Hause vergessen wurden (was äußerst selten vorkam).

Später dann die Befreiung:
Ich brauche die Schuhe nicht, da ich eh lieber barfuß Sport ausübe. Können gerne zu Hause bleiben. Also ich meine jetzt nicht dabei Aikido, das sowieso barfuß ausgeübt wird. Sondern anderes wie Aufwärmen, Gymnastik, Basketball, Volleyball etc. (wobei ich meist alleine barfuß war). Manchmal lernte ich Gleichgesinnte kennen, die auch gerne barfuß im Sport unterwegs sind.



Liebe Grüße,
Gerd


eisbaer55 findet das Top
Lebenskünstler Offline

Admin


Beiträge: 910

21.11.2021 10:08
#22 späte AHA-Erkenntnis Zitat · Antworten

Aha Erlebnis bezüglich barfuss sei… mhh da muss ich jetzt nachdenken, ob und wann es das gab.

Als Kind durfte ich in der Freizeit nahezu uneingeschränkt barfuss sein, in die Schule ging es beschuht, beim Sportunterricht ohne. Sehr zum Leidwesen etlicher Mitschüler - vor allem denen - denn in den typischen Jungen-Sportarten wir Stangenklettern / Tauklettern war ich denen barfuss haushoch überlegen. Natürlich waren auch manche Mädels neidisch, aber aufgrund meines damals zwergenhaften Körperbaus (am kleinsten und leichtesten von allen) hatte mich eh niemand so richtig ernst genommen, was den Sport betrifft. Doch in der Völkerballmannschaft wollten sie mich doch haben, denn barfuss auf dem Parkettboden der Turnhalle konnte ich deutlich besser manövrieren als die anderen mit ihren teils rutschigen Stoffturnschuhen. Die waren zu meiner Schulzeit grad in Mode.

Lehrerinnen und Lehrer, die mit erhobenem Zeigefinger sprachen: zieh deine Schuhe an… was ist wenn was passiert… gab es während meiner gesamten Schulzeit nicht.

Im Erwachsenenalter war klar: auf Arbeit in Schuhen, in der Freizeit weitestgehend ohne. In den Kneipen wiederum mit, und da gelegentlich mit Stahlkappe um mir unliebsame zu aufdringliche Ogsuffene besser in den Hintern treten zu können (meist blieb es bei der Ankündigung) Ab und zu kam es vor, dass mir wohlmeinende Fahrgäste im Bus anboten, sie hätten ein paar Schuhe übrig, die sie mir schenken würden. Aufrund meiner damals auch sonst sehr schmuddeligen Kleidung dachten sie wohl ich hätte nicht das Geld für Schuhe. Hat mich nicht gestört, ich fand es eher lieb von den Leuten.

Auch später, als ich schon weit über die 40 war wurden mir gelegentlich mal freundlich Schuhe angeboten, auch vor dem grossen Flüchtingstrom. Nach einen höflichen "danke" meinerseits erklärte ich den Leuten, dass ich freiwillig ohne Schuhe unterwegs bin, weil ich mich so wohler fühle. Nicht wenige, besonders alte Leute kramten dann in ihren Erinnerungen: "ja wir sind früher auch immer barfuss gegangen, aber heute könnte ich das nicht mehr"

Als ich vor mittlerweile 15 Jahren beim stöbern nach naturgerechtem Leben und artgerechter Menschenhaltung für die Recherche eines Naturistenforums auf eines der grosse Barfussforen stoss, und kurz darauf auf noch eines war ich doch etwas erstaunt. Denn dass sich erwachsene Menschen in Foren austauschen für etwas, was für mich selbstverständlich ist, das war mir neu.

Dies war dann mein persönliches aha-Erlebnis: es gibt so viele Menschen, für die es eben nicht ganz selbstverständlich ist, barfuss zu sein.

allzeit freie Füsse wünscht
euer Lebenskünstler


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tiptoe Offline




Beiträge: 455

21.11.2021 12:26
#23 RE: späte AHA-Erkenntnis Zitat · Antworten

Zum thema schulsport: Es wird immer wieder von der notwendigkeit einer "täglichen sportstunde" gesprochen. Als ganze stunde wohl kaum im stundenplan unterzubringen, aber warum nicht 20 minuten barfußsport als zweite große pause? Vielleicht gar nicht mal so formalisiert, sondern indem diverse sporteinrichtungen angeboten werden und allen zur verfügung stehen, von ballspielen über frisbee und slackline bis kletterwand und was auch immer sonst noch in den sinn kommt? Umkleidekabinen nicht nötig, schuhe und strümpfe bleiben im klassenraum. Statt irgendwann mal exkursion zum barfußpark, warum nicht den schulhof als barfußpark gestalten? In meinen schulen waren die schulhöfe immer gepflasterte betonwüsten, wo außer pausenbrot-essend im kreis gehen kaum etwas möglich war (allzu viel bewegung war unter den gestrengen blicken der aufsichtslehrer offenbar auch nicht erwünscht). Parkanlagen mit bäumen zum klettern wären super ...
Wir können nicht nur die häusliche umgebung und den eigenen garten barfußfreundlich gestalten, sondern viele umgebungen, in denen wir uns täglich aufhalten.


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André Uhres Offline

Admin


Beiträge: 1.690
Punkte: 3

21.11.2021 14:09
#24 RE: späte AHA-Erkenntnis Zitat · Antworten

Zudem gibt es jede Menge von Experten begutachtete Zeitschriftenartikel aus der medizinischen Literatur, in denen die gesundheitlichen Vorteile des Barfußlaufens erörtert werden, sowie die Schäden, die der übermäßige Gebrauch von Schuhen für den Körper verursachen kann. Demnach wäre die Idee, barfüßige Bewegung in den Schulen täglich zu fördern äußerst begrüßenswert. Leider stößt sie immer wieder auf die von Dorothea genannten Hindernisse, die sich dieser Erkenntnis energisch widersetzen. Unglaublich, aber wahr!


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EinBonner Offline



Beiträge: 198

21.11.2021 14:51
#25 Re: späte AHA-Erkenntnis Zitat · Antworten

Zitat von tiptoe im Beitrag #23

Zum thema schulsport: Es wird immer wieder von der notwendigkeit einer "täglichen sportstunde" gesprochen. Als ganze stunde wohl kaum im stundenplan unterzubringen, aber warum nicht 20 minuten barfußsport als zweite große pause?



Ich glaube, das hätte ich damals gehasst. Barfußlaufen hat mich zwar schon in der Schulzeit irgendwie fasziniert, ohne den Mut zu haben, das auch umzusetzen. Aber ein Zwang dazu, das wäre mir sehr gegen den Strich gegangen — Schulsport war für mich sowieso immer eine ungeliebte Pflichtveranstaltung.

»Das« Aha-Erlebnis gab es für mich nicht, so weit ich mich erinnern kann. Mir hat es aber geholfen zu sehen, dass andere sich trauen. Die ersten Schritte habe ich erst unternommen, nachdem ich zum Studium von Zuhause weggezogen war — und selbst dann nur zögerlich. Ich hoffe, nun meinerseits zeigen zu können, dass man barfuß sein kann und barfuß sein darf, ganz freiwillig.

-- Ein Bonner


tiptoe Offline




Beiträge: 455

21.11.2021 19:21
#26 RE: Re: späte AHA-Erkenntnis Zitat · Antworten

Da sprichst du was wichtiges an, einfach mehr sportunterricht anzubieten, bringt nichts ohne motivation. Was also könnte getan werden, um auch jene, die nicht von natur aus sportskanonen sind, zu motivieren? (Ein umfeld, in dem es spaß macht, sich spielerisch und ohne leistungsdruck zu bewegen, wäre schon mal was ... aber fragt mich nicht, wie du auch wüsste ich nicht, was mich damals motiviert und schulsport zu etwas anderem als einer lästigen pflichtübung gemacht hätte ...)


André Uhres Offline

Admin


Beiträge: 1.690
Punkte: 3

10.12.2021 08:13
#27 RE: Wie habt ihr das Barfuss-Laufen / Sein entdeckt? Gab es eventuell ein Aha-Erlebnis? Zitat · Antworten

Wahner Heide 06/05/2012


Georg, Uwe und Hans-Jörg


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